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Stabilus vorsichtiger für Geschäftsjahr - Aktie fällt deutlich 23.07.2026, 12:19 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Stabilus 14,08 EUR -9,51 % Tradegate

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus DE000STAB1L8 blickt im Umfeld einer schwachen Autokonjunktur vorsichtiger auf das bis Ende September laufende Geschäftsjahr. Der Konzern leidet schon länger unter einer schwächeren Nachfrage der Autobauer. Viele der Hersteller haben mit einem starken Absatzrückgang zu kämpfen - auch wegen einer schwachen Nachfrage auf dem wichtigen chinesischen Markt. Zudem macht den Automobilkonzernen die US-Zollpolitik schwer zu schaffen. An der Börse gab die Aktie deutlich nach.

Beim Umsatz sei 2025/26 nun mit 1,15 Milliarden Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Bisher standen 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro im Plan. Die bereinigte Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll jetzt circa 10 Prozent erreichen, also am unteren Ende der ursprünglichen Spanne von 10 bis 12 Prozent liegen. Den bereinigten freien Zahlungsmittelfluss sieht Stabilus bei 90 Millionen Euro nach ursprünglich 80 bis 110 Millionen.

Für die im SDax DE0009653386 gelistete Aktie ging es am Donnerstag zuletzt kräftig um rund 12 Prozent auf 14,10 Euro abwärts. Damit notierte sie auf dem letzten Platz im Kleinwerteindex. Seit Jahresbeginn haben die Papiere über 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Harald Hof vom Analysehaus MWB attestierte Stabilus zwar ein starkes Ergebnis im dritten Geschäftsquartal. Dabei hätten aber Einmaleffekte die operative Schwäche kaschiert. Das Gewinnziel impliziere für das Schlussquartal nur noch einen Erlös von 255 Millionen Euro, was eine nochmals erhebliche Abschwächung bedeute.

Im dritten Geschäftsquartal sank der Umsatz von Stabilus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut fünf Prozent auf etwas weniger als 300 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um knapp drei Prozent auf 32 Millionen Euro. Die bereinigte Marge lag bei 10,8 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Alle drei Größen lagen dem Unternehmen zufolge über den Erwartungen der Experten.

Das Periodenergebnis stieg wegen des Verkaufs von Unternehmensteilen von 10,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 51,4 Millionen. Im Mai hatte Stabilus den Verkauf der beiden Tochtergesellschaften Fabreeka und Tech Products an die VMC Group angekündigt, der mittlerweile vollzogen ist. In diesem Zuge realisierte Stabilus nun einen Gewinn von rund 44 Millionen Euro. Mit dem Geld will der Konzern Schulden abbauen und die Bilanz stärken.

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