PortfolioPlus
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
ROUNDUP/Starkes Halbleitergeschäft

Jenoptik wird etwas optimistischer für 2026 12.08.2026, 10:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Jenoptik 40,41 EUR +1,76 % Lang & Schwarz

Der Technologiekonzern Jenoptik DE000A2NB601 DE0006229107 profitiert weiterhin vom aktuellen KI-Boom und hat im zweiten Quartal überraschend viel verdient. Das Management um den neuen Vorstandschef Dominic Dorfner ist für das Jahr nun etwas optimistischer. Grund sei die positive Entwicklung vor allem im Halbleiterbereich, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Jena mit. An der Börse erfreute das die Anleger, die zunächst starken Kursgewinne schmolzen aber schnell wieder ab. Jenoptiks Geschäft mit der Autoindustrie leidet weiter unter der aktuellen Schwäche der Branche.

Die Aktie zog in der Frühe zunächst mit zeitweise fast sieben Prozent auf ein Hoch seit Mitte Juli, zuletzt betrug das Plus dann noch knapp drei Prozent. Damit setzt sich die jüngste Erholung fort, nachdem zuvor der Kurs von seinem im Juni erreichten Rekordhoch bei 48,42 Euro um fast ein Fünftel zurückgefallen war.

So hatten etwa zuletzt Befürchtungen von Investoren über zu hohe Brancheninvestitionen und Aktienbewertungen auf KI-Titeln weltweit gelastet - diesem Sog konnte sich auch Jenoptik an der Börse nicht entziehen. Dennoch kostet eine Aktie aktuell mehr als doppelt so viel wie zum Jahreswechsel. Damit bleibt das Papier als einer der wichtigsten deutschen KI-Profiteure.

Jenoptik peilt nunmehr nach eigenen Angaben für das Gesamtjahr einen Umsatz und die operative Marge jeweils in der oberen Hälfte der bisherigen Prognosepannen an. Bislang ist für 2026 ein Erlösplus im einstelligen Prozentbereich vorgesehen und eine Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 19 bis 21 Prozent. Rückenwind rechnet sich der Konzern vor allem im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) aus. Wegen der angekündigten massiven Investitionen in Rechenzentren werde hier "eine deutlich positive Entwicklung erwartet", hieß es im Quartalsbericht.

Analysten reagierten positiv auf die Zahlenvorlage. Jefferies-Experte Henrik Paganetty sprach von einem starken Bericht, zudem habe der Auftragseingang im zweiten Quartal um 15 Prozent über den durchschnittlichen Erwartungen von Experten gelegen. Auch Malte Schaumann vom Analysehaus Warburg Research hob den starken Auftragseingang hervor - die starke Buchungssituation habe sich im zweiten Quartal fortgesetzt.

Noch im vergangenen Jahr hatte der Konzern eine schwächere Nachfrage aus der Chip- sowie der Automobilindustrie zu spüren bekommen und einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. Seit der zweiten Jahreshälfte 2025 stabilisiert sich aber bereits das Halbleitergeschäft, eine echte Trendwende mit stark steigenden Aufträgen ist seit Jahresbeginn zu beobachten.

Im zweiten Quartal zog der Konzern, der unter anderem den weltgrößten Chipindustrieausrüster ASML NL0010273215 beliefert, mit 366,6 Millionen Euro gut ein Drittel mehr Aufträge an Land als vor einem Jahr.

Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende Juli im Vorjahresvergleich moderat um 3 Prozent auf 262 Millionen Euro. Zugleich erhöhte sich im zweiten Quartal das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 28 Prozent auf 54,5 Millionen Euro, und die entsprechende Marge stieg von zuvor 16,7 auf 20,8 Prozent. Analysten hatten hier weniger auf dem Zettel. Nach Steuern wies der Konzern einen Gewinn von 23 Millionen Euro aus, das waren 43 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Jenoptik profitierte dabei im Tagesgeschäft neben den Kostensenkungsmaßnahmen des Vorjahres auch von einem besseren Produktmix. Hinzu kam die stärkere Auslastung im Halbleiterbereich. Das Segment verbuchte im ersten Halbjahr einen kräftigen Ergebnissprung, nachdem im Vorjahr noch Kosten für den Umzug an den neuen Standort in Dresden belastet hatten.

Auch im Geschäft mit optischen und digitalen Systemen für die Verkehrsüberwachung und öffentliche Sicherheit zog der Betriebsgewinn deutlich an. Das Geschäftssegment "Metrology & Production Solutions" schrieb derweil im ersten Halbjahr rote Zahlen, Grund sei unter anderem die weiterhin schwierige Marktsituation in der Autoindustrie gewesen, hieß es.

Jenoptik ist aus dem Carl-Zeiss-Konzern hervorgegangen und hat in den vergangenen Jahren seinen Umbau zur Photonik angestoßen. Der Konzern fokussiert sich auf bestimmte Wachstumsmärkte, zu denen er neben den Halbleitern und Elektronik auch Medizintechnik, Biowissenschaften und Smart Mobility zählt.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Ihre Lieblingsaktie geschenkt

BörsenNEWS.de und Smartbroker+ starten gemeinsam eine exklusive Bonus-Aktion. Eröffnen Sie bis 31.08.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten als Willkommensgeschenk einen Anteil ausgewählter Aktien im Wert von 50 Euro!.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,50
Hebel: 6,95
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GN1AY6. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer