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Tote nach russischem Drohnenangriff im Gebiet Charkiw 19.10.2026, 19:42 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Bei einem russischen Drohnenangriff sind Behördenangaben zufolge im ostukrainischen Gebiet Charkiw mindestens sechs Menschen getötet worden. "Unter den Toten sind drei Kinder", teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Weitere 15 Menschen, darunter sieben Minderjährige, seien verletzt worden. Getroffen wurde demnach ein zentral gelegener Park in der Siedlung Nowa Wodolaha, etwa 30 Kilometer südwestlich der Gebietshauptstadt Charkiw.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland "absolute Barbarei" vor. Er veröffentlichte auch Fotos, darunter von einem getöteten Mädchen in seinem Kinderwagen. Das Mädchen sei erst gut ein Jahr alt gewesen, teilte er mit. Auch die Mutter sei getötet worden. "Das sind schreckliche Fotos, doch hinter ihnen verbergen sich zerstörte Leben und die Wahrheit über diesen Krieg", sagte Selenskyj.

Selenskyj fordert Inkrafttreten neuer US-Sanktionen

Der Präsident forderte einmal mehr eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr durch die westlichen Verbündeten. "Man darf nicht an Geldgeschäfte mit Russland denken, solange es seinen sinnlosen Krieg fortsetzt", meinte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der nach einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin den Kauf von russischem Diesel angekündigt hatte. Selenskyj hatte immer wieder an Trump appelliert, Flugabwehrraketen an die Ukraine zu liefern.

"Wir bitten darum, die Sanktionen gegen Russland nicht aufzuheben, solange die Morde nicht aufhören. Wir bitten Amerika, stark zu bleiben, und bitten darum, das Gesetz von Lindsey Graham anzuwenden", sagte Selenskyj. Trump hatte das nach dem im Sommer gestorbenen US-Senator Graham benannte Gesetz zwar unterzeichnet, das Inkrafttreten neuer Strafen für Russland aber außer Kraft gesetzt.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.

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