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ROUNDUP/Ukraine

Viele Verletzte nach Einschlag in Wohngebiet in Charkiw 02.01.2026, 19:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

CHARKIW/MOSKAU (dpa-AFX) - In der Ukraine sind bei einem Angriff auf die Großstadt Charkiw nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Informationen hätten zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. Die genaue Zahl der Opfer sei noch unbekannt. Selenskyj warf Russland vor, trotz internationaler diplomatischer Bemühungen das Töten fortzusetzen. Der Charkiwer Bürgermeister Ihor Terechow schrieb bei Telegram am Abend von 30 Verletzten und erheblichen Schäden nach einem Treffer auf ein Hochhaus.

Das russische Verteidigungsministerium wies die Vorwürfe zurück, es sei kein Raketenangriff geplant gewesen oder ausgeführt worden. Es sei vielmehr nach veröffentlichten Videoaufnahmen davon auszugehen, dass sich die Explosion in einem Einkaufszentrum ereignet habe. Womöglich seien dort gelagerte Sprengstoffe der ukrainischen Streitkräfte explodiert.

Moskau sieht Ablenkungsmanöver Kiews

Das Kiewer Regime versuche, mit dem Fall die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft von dem tödlichen Drohnenschlag gegen ein Hotel im russisch kontrollierten Teil des Gebiets Cherson in der Neujahrsnacht wegzulenken. Dabei starben nach russischen Angaben mindestens 28 Menschen, 50 weitere seien verletzt worden. Die Ukraine wies das zurück und warf Russland Desinformation vor.

In der südukrainischen Gebietshauptstadt Cherson, die von Kiew kontrolliert wird, ist zudem ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss tödlich verletzt worden, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hieß es weiter.

Das Energieministerium der Ukraine teilte am Vormittag mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom.

Zehntausende laut Besatzungsbehörden in Luhansk ohne Strom

In der größtenteils russisch besetzten Region Luhansk seien mehr als 85.000 Energiekunden nach ukrainischen Angriffen ohne Strom, schrieb die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Besatzungsbehörden. Betroffen seien vier Städte und angrenzende Siedlungen.

Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig prüfen. Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes gegen die russische Invasion greift die Ukraine auch immer wieder Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden in Russland stehen aber in keinem Verhältnis zu den vom russischen Militär angerichteten Zerstörungen in der Ukraine./ksr/DP/he

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