ROUNDUP/Umfrage

Welt-Krisen belasten deutsche Unternehmen in China 12.05.2026, 12:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Iran-Konflikt, Handelsstreit zwischen USA und China und Spannungen im Verhältnis Brüssel-Peking: Deutsche Firmen in der Volksrepublik spüren laut einer Umfrage in teils großer Mehrheit die Folgen geopolitischer Krisen in ihrem Geschäft. Wie eine Erhebung der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) zeigt, gaben 75 Prozent der Unternehmen an, dass der Iran-Konflikt ihr Geschäft beeinflusst.

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) davon sprach den Angaben zufolge von höheren Logistikkosten. Dahinter folgen steigende Beschaffungspreise (47 Prozent) und eine Verteuerung der eigenen Produkte (20 Prozent) als Folge der Krise.

Folgen des Zollstreits

Das unter Druck stehende Verhältnis zwischen China und der EU sorgt bei 59 Prozent für nachteilige Folgen. Vor dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump ab diesem Mittwoch gaben außerdem 69 Prozent an, dass sich die Spannungen im Handel zwischen China und den USA negativ auf ihr Geschäft auswirken. "Es ist wichtig zu unterstreichen, dass beide Zahlen ziemlich alarmierend sind", sagte AHK-Nordchina-Chef Oliver Oehms.

2025 hatte der Zollstreit zwischen China und den USA den Welthandel in Atem gehalten. Mittlerweile gilt eine Pause in dem Streit bis Herbst. Verglichen mit einer Umfrage im Vorjahr sank die Zahl jener Firmen, die einen direkten Einfluss auf ihr Geschäft durch Chinas Zölle spüren, um 21 Prozentpunkte. Bei den US-Zöllen ging die Zahl um 7 Prozentpunkte zurück.

Mit Blick auf Trumps Peking-Besuch bleibt die Kammer verhalten. "Wir erwarten keinerlei Durchbruch", sagte Oehms. Sollte die Pause im Handelsstreit besonders mit Blick auf Exportkontrollen anhalten, wäre das ein guter Erfolg, sagte er.

Sorgen über Restriktionen

Neue Sorgen bereiten den Firmen laut den diesjährigen Daten diverse Listen der Handelsministerien Pekings und Washingtons, die Restriktionen oder Exportkontrollen zur Folge haben können, wenn sie oder ihre Lieferanten darauf landen. 44 Prozent deuteten auf die US-Listen - ein Plus von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreswert. 27 Prozent nannten die chinesischen Register (plus 6 Prozentpunkte).

Trotz der globalen Krisen blicken die 216 der mehr als 1.800 AHK-Mitglieder in China, die sich im April an der Erhebung beteiligt hatten, positiver auf die Lage in der Volksrepublik. In den kommenden sechs Monaten erwarten nur noch 17 Prozent statt wie im vergangenen Jahr 56 Prozent, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung Chinas verschlechtert. 37 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, knapp die Hälfte erwartet keine Veränderung.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer