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United Internet bekommt Netzausbaukosten zu spüren 12.05.2025, 10:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MONTABAUR (dpa-AFX) - Kosten für den Netzausbau der Tochter 1&1 haben bei United Internet Anfang 2025 auf das Ergebnis gedrückt. 1&1 bekommt weiterhin den Umzug der Mobilfunk-Kunden auf ihr neues Netz zu spüren. Das Unternehmen muss dabei immer noch eine erhöhte Zahl von Kündigungen hinnehmen, wie Unternehmenschef Ralph Dommermuth am Montag in einem Brief an die Aktionäre schrieb. Allerdings lief es bei der Internetdienstleister-Tochter Ionos dank der kleineren Sparte AdTech deutlich besser als ein Jahr zuvor.

An der Börse kamen die Quartalsbilanzen von United Internet und deren Töchtern überwiegend gut an. Vor allem der operative Gewinn der drei Unternehmen fiel deutlich besser aus als von Experten erwartet. Die Aktie von United Internet legte am Vormittag zuletzt um rund acht Prozent zu und war damit größter Gewinner im MDax . Die Papiere von Ionos zogen zuletzt um sieben Prozent an und gehörten im SDax zur Spitzengruppe. Die Anteilsscheine von 1&1 lagen nach anfänglichen Kursgewinnen jedoch zuletzt mit 0,4 Prozent im Minus.

Im ersten Quartal legte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahresvergleich nur leicht auf 342,6 Millionen Euro zu, wie United Internet in Montabaur mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Die im Ergebnis enthaltenen Anlaufkosten des 1&1-Mobilfunknetzes lagen mit 67 Millionen Euro rund 60 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Unter dem Strich sank der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie von 35 auf 31 Cent. Das Unternehmen begründete den Gewinnrückgang auch mit gestiegenen Abschreibungen auf Investitionen in den Ausbau des Glasfasernetzes bei 1&1 Versatel sowie des Mobilfunknetzes.

Derweil legte der Konzernumsatz dank deutlich besserer Geschäfte rund um digitale Werbung und den Domain-Handel der Internetdienstleister-Tochter Ionos um etwas mehr als vier Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. In der Kennzahl ist der Umsatzbeitrag des zum Verkauf stehenden Geschäftsfeldes Energy nicht mehr enthalten.

Unterdessen rechnet United Internet jetzt im laufenden Jahr mit mehr Umsatz und hob sein Ziel um 50 Millionen auf etwa 6,45 Milliarden Euro an. 2024 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 6,3 Milliarden erzielt. An seinem Ergebnisziel - einem operativen Gewinn (Ebitda) von etwa 1,35 Milliarden Euro - hält das Unternehmen fest.

Während die Tochter 1&1 ihre Jahresziele bestätigte, wurde der Internetdienstleister Ionos aufgrund besserer Geschäfte in der Sparte AdTech optimistischer. Für 2025 erwartet Ionos auch dank des Sparkurses ein Wachstum des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um etwa 15 Prozent auf rund 520 Millionen Euro. Zuvor hatten 510 Millionen im Plan gestanden.

1&1 avisiert für 2025 nun weiterhin einen stabilen Vertragsbestand sowie einen Service-Umsatz auf dem Vorjahresniveau von rund 3,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte indes um rund 3,4 Prozent auf etwa 571 Millionen Euro sinken.

Der für 2025 erwartete weitere Rückgang des operativen Gewinns hängt auch mit dem fortlaufenden Wechsel ins Netz des Partners Vodafone zusammen. Anders als der Vertrag mit dem alten Partner Telefonica (O2) sieht die Roaming-Vereinbarung mit dem britischen Mobilfunker keine Einmalzahlungen alle fünf Jahre vor, die dann abgeschrieben werden müssen. Vielmehr wird die Nutzung des Vodafone-Netzes direkt in den Vorleistungskosten erfasst. Zudem veranschlagt 1&1 Aufwendungen von rund 100 Millionen Euro für die Umstellung der Kunden sowie für Netzvorleistungen, die nach Abschluss ab 2026 entfallen werden./mne/stw/jha/

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