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US-Inflationsrate gibt wie erwartet etwas nach 12.08.2026, 15:38 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Inflation in den USA ist im Juli wie erwartet etwas gesunken. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Juni hatte die Inflationsrate bei 3,5 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit diesem Rückgang gerechnet. Die US-Notenbank Fed strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an.

Experten verweisen auf den Rückgang der Energiepreise bis zur Monatsmitte. Der spätere erneute Anstieg der Benzinpreise ist in den Daten noch nicht enthalten. Die Inflationsrate ist damit den zweiten Monat in Folge gesunken. Von März bis Mai hatten die im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise die Teuerung deutlich nach oben getrieben. Die Unsicherheit mit Blick auf die Energiepreise bleibt angesichts der Lage im Nahen Osten aber hoch.

Auch die Kernrate der Verbraucherpreise gab ein wenig nach. Sie sank von 2,6 Prozent im Vormonat auf 2,5 Prozent. Auch dies war so erwartet worden.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,1 Prozent. Die Kernverbraucherpreise legten um 0,2 Prozent zu. Auch dies entsprach der Markterwartung. "Die Verbraucherpreise haben insgesamt nur wenig zugelegt, denn an den Tankstellen wirkten die zur Mitte des Monats im Vergleich zum Vormonat niedrigeren Benzinpreise entlastend", schreibt Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. "Vor dem Hintergrund der neuerlichen Benzinpreisanstiege gibt es für die US-Notenbank wohl keinen Grund, sich entspannt zu zeigen, zumal die Jahresraten ohnehin die Zielmarke von zwei Prozent verfehlen."

Nach Einschätzung des Commerzbank-Ökonomen Christoph Balz deuten die Daten auf ein Abwarten der Fed hin. Er verweist auf die Kerninflationsrate. Die letzte Entscheidung werde aber wohl auf Basis des Inflationsberichts für den August fallen. Dieser wird kurz vor der nächsten Fed-Sitzung veröffentlicht. LBBW-Volkswirt Dirk Chlench sieht noch keinen Handlungsbedarf. "Der jüngste Arbeitsmarktbericht hat keine Gefahr einer bevorstehenden Preis-Lohn-Spirale erkennen lassen", heißt es in einer Analyse. "Zu alledem sind die Produktivitätsfortschritte in der US-Wirtschaft beeindruckend. Damit lassen sich etwaige Kostensteigerungen gut abfangen."

Der Eurokurs EU0009652759 legte nach den Daten zum US-Dollar zu und stieg auf ein Tageshoch von 1,1563 Dollar. Auch der Goldpreis profitierte von den Daten. Bei den Renditen von US-Staatsanleihen und am deutschen Aktienmarkt kam es nur zu kurzzeitigen Ausschlägen.

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