ROUNDUP

Vodafone ist etwas im Aufwind - 1&1 gelingt Kunden-Umbuchung 11.11.2025, 15:30 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
1&1 24,63 EUR -1,79 % Lang & Schwarz

DÜSSELDORF/MONTABAUR (dpa-AFX) - Vodafone hat in Deutschland eine lange Durststrecke von sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mit Umsatzrückgängen beendet und wieder mehr Geld in die Kassen bekommen. Der Service-Umsatz habe im Sommerquartal um 0,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zugelegt, teilte das Tochterunternehmen des britischen Vodafone-Konzerns in Düsseldorf mit. Das operative Quartalsergebnis wurde nicht bekanntgegeben. Die Umsatzeinbußen in den Jahren 2024 und den ersten Quartalen 2025 waren beträchtlich, mehrere Quartale nacheinander war es um jeweils gut sechs Prozent bergab gegangen. Nun geht es leicht bergauf.

Das Umsatzplus von Vodafone lag vor allem an Zahlungen des Konkurrenten 1&1 , dessen Kunden dort, wo 1&1 keine eigenen Antennen hat, mit dem Vodafone-Netz verbunden werden. Die Firma aus Montabaur hatte ebenfalls Grund zur Freude: 1&1 gab bekannt, dass es eine staatliche Pflichtvorgabe fristgerecht abgeschlossen habe.

1&1 macht Dampf im Preiskampf

1&1 hat im Jahr 2019 erstmals Frequenzen ersteigert, um damit sein eigenes Netz zu betreiben. Beim Netzaufbau kam 1&1 allerdings nicht so recht in die Pötte, Anfang 2023 waren nur fünf Antennenstandorte in Betrieb und nicht 1.000, wie es eine staatliche Auflage vorgesehen hatte. Inzwischen liegt die Firma bei 1.500 aktiven Standorten, 4.500 weitere sind in der Entwicklung. Im Vergleich zu den 29.000 Funkstandorten des Mobilfunkers O2 ist das 1&1-Netz weiterhin klein. Dort, wo keine 1&1-Antennen in Reichweite sind, werden die allermeisten 1&1-Kunden mit den Antennen von Vodafone verbunden; einige 1&1-Kunden werden mit O2 verbunden.

1&1 war jahrelang nur ein virtueller Netzbetreiber gewesen - die Firma nutzte also das Netz der etablierten Konkurrenten und zahlte dafür Miete. Mit dem Start des 1&1-Netzes 2023 allerdings tickte die Uhr, bis Ende 2025 musste 1&1 alle seine Kunden aus dem Netz der Konkurrenz auf sein eigenes Netz - Kernnetz genannt - umgebucht haben. Bei 12,5 Millionen Kunden war das ein technischer Kraftakt, bei dem 1&1 nun Vollzug meldete. Firmenchef Ralph Dommermuth zeigte sich zufrieden. "Mit dem vierten deutschen Mobilfunknetz gibt es mehr Wettbewerb und Wahlfreiheit", sagte der Manager.

Was 1&1 für Verbraucher bewirkt hat

Und was hat der Markteintritt von 1&1 als echter Handynetzbetreiber den Verbraucherinnen und Verbrauchern gebracht? Verena Blöcher vom Vergleichsportal Verivox sagt, dass 1&1 in den vergangenen Jahren mit günstigen Angeboten auf sich aufmerksam gemacht habe. "Davon profitierten einerseits preissensible Kunden, aber mit den Unlimited-Flats auch Intensivnutzer."

Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis für Mobilfunkkunden in Deutschland künftig noch besser werde, sei allerdings unklar, schließlich sei der Bau des neuen Handynetzes eine teure Sache. Dadurch sinke vermutlich der Spielraum für Tarife, die besser seien für die Verbraucherinnen und Verbraucher, so Blöcher./wdw/DP/jha

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 22:43 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:36 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:24 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:23 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:19 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:19 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:18 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer