ROUNDUP/Wertpapiere statt Tagesgeld

Offensive der Sparkassen 17.03.2026, 13:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutschlands Sparkassen wollen im Stil von Neo-Brokern mehr Kunden zu Wertpapieranlegern machen und so zugleich Gelder für Investitionen in Europa mobilisieren. "Das politische Interesse in Europa sollte sich stärker darauf richten, europäisches Kapital für europäische Investments zu gewinnen. Da wünschen wir uns mehr den Fokus auf ganz normale Privatanleger", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, in Frankfurt.

"Wir regen an, gemeinsam neue Modelle für eine Mobilisierung privaten Kapitals für europäische Infrastrukturen zu entwickeln. Und dem mindestens genau so viel Aufmerksamkeit wie einer europäischen Kapitalmarktunion zu schenken", sagte Reuter.

Tagesgeld: Beliebt, aber oft unrentabel

Tatsächlich schlummern gewaltige Summen auf meist niedrig verzinsten Tagesgeldkonten - auch bei den öffentlich-rechtlichen Sparkassen, die dafür nach Analysen von Vergleichsportalen wie Verivox im Schnitt sogar noch weitaus weniger Zinsen zahlen als überregionale Kreditinstitute.

Die - in aller Regel unverzinsten - Sichteinlagen bei den 339 Sparkassen erhöhten sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast 48 Milliarden Euro auf 845,1 Milliarden Euro. "Gerade in unsicheren Zeiten will man liquide bleiben. Faktisch verliert man damit aber Geld", sagte Reuter. Reuter betonte: "Die Kunden sind weder träge noch dumm, sie sind einfach vorsichtig."

Zwar investierten die Privatkunden der Sparkassen der Jahresbilanz zufolge auch stärker in Wertpapiere wie Fonds und ETFs: Der Nettoabsatz, also Käufe minus Verkäufe, lag mit 18,4 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis. Vor allem mit Blick auf das Rekordjahr 2023 sei aber noch Luft nach oben, sagte Reuter.

Wertpapierhandel soll einfacher werden

Mit "S-Neo" ermöglichen die Sparkassen ab Mitte des Jahres den Handel von mehr als 21.000 Wertpapieren direkt in der App. Zunächst soll das digitale Wertpapierangebot den 19,8 Millionen Nutzerinnen und Nutzern der Sparkassen-App zur Verfügung stehen, ab Ende 2026 oder Anfang nächsten Jahres soll es auch für Menschen geöffnet werden, die bislang noch keine Sparkassenkunden sind.

"Die Preisentscheidung liegt bei den Instituten selbst. Ich habe aber die Erwartung, dass S-Neo in der Angebotsbreite und bei den Preisen absolut wettbewerbsfähig zu anderen Neo-Brokern sein wird", sagte Reuter. "Wir glauben sogar, dass wir im Gesamtpaket besser sein werden als jeder heutige Neo-Broker."

Bilanziert wird im nächsten Jahr. Für 2025 ergab sich für die Sparkassen nach vorläufigen Zahlen ein Vorsteuergewinn von 7,9 (2024: 7,4) Milliarden Euro. Unter dem Strich stehen unverändert 2,8 Milliarden Euro Überschuss./ben/DP/nas

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer