Anzeige
++++++ Deal-Potenzial 2026: Zwei Verkäufe in Sicht? Warum bei dieser Aktie 2026 der Knoten platzen könnte ++++++
ROUNDUP

Wirtschaft fordert Merz zu mehr Mut bei Reformen auf 06.03.2026, 06:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft schlagen vor einem Spitzengespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Alarm. "Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht unter Druck wie selten zuvor in der Nachkriegsgeschichte", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Verbände, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mit Blick auf eine jahrelange Stagnation der Wirtschaft wird vor einem "Kipppunkt" gewarnt. "Die deutsche Wirtschaft erwartet von der Politik deutlich mehr Mut zur Veränderung", heißt es. "2026 muss zum Jahr der Reformen werden."

Merz kommt am Freitag in München auf der Internationalen Handwerksmesse mit den Vertretern der Spitzenverbände zusammen - der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Bundesverband der Deutschen Industrie, der Deutschen Industrie- und Handelskammer und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Nach drei Jahren der wirtschaftlichen Stagnation wird auch für dieses Jahr kein breiter Aufschwung in Deutschland erwartet. Mit der Kanzlerschaft von Merz waren hohe Erwartungen der Wirtschaftsverbände verbunden. Zunehmend mehren sich aber Stimmen, Merz müsse nun liefern.

"Steuern auf Kipppunkt zu"

In der Erklärung heißt es, die Standortbedingungen in Deutschland hätten sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert. Die Belastungen für Betriebe und Beschäftigte hätten "dramatisch" zugenommen. "Lange konnte die deutsche Wirtschaft diesen Widrigkeiten trotzen. Nach drei Jahren ohne Wachstum sprechen jedoch viele Indikatoren dafür, dass die Widerstandskräfte erodieren und auf einen Kipppunkt zusteuern."

Regierung soll liefern

Die Bundesregierung habe in ihrem ersten Regierungsjahr wichtige Initiativen auf den Weg gebracht, um den Trend zu stoppen, so die Verbände. "Die Maßnahmen reichen jedoch bei weitem nicht aus und viele Vorhaben stehen bislang nur als Ankündigung auf dem Papier." Je länger der Prozess der Veränderungen aufgeschoben werde, desto schmerzlicher würden die Maßnahmen später ausfallen. "Die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland wird sich erst drehen, wenn es spürbare Veränderungen gibt, die bei den Unternehmen und Betrieben ankommen."

Merz hatte im Januar gesagt, 2026 solle ein "Aufschwung- und Wachstumsjahr" werden. Die schwarz-rote Koalition hat Kommissionen zu Reformen etwa in der Gesundheits- und Rentenpolitik eingesetzt. Es drohen aber Konflikte in der schwarz-roten Koalition über die konkrete Ausgestaltung von Reformen.

Was die Wirtschaft fordert

Die Spitzenverbände bekräftigten Forderungen nach Strukturreformen in den Sozialsystemen. Versicherungsfremde Leistungen sollten komplett aus Steuermitteln finanziert werden. Bei der Rente brauche es noch in diesem Jahr eine Reform, die den Anstieg der Ausgaben bremse. Die Verbände sprechen sich für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters aus sowie die Abschaffung von Anreizen zur Frühverrentung. Beides ist in der politischen Debatte umstritten. Die Verbände wollen außerdem schnelle steuerliche Entlastungen, weniger Bürokratie und geringere Energiekosten - konkret eine Stromsteuersenkung für alle Betriebe./hoe/DP/stk

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer