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Zalando mit Zuwächsen zum Jahresstart - Aktie gibt aber nach 06.05.2026, 11:18 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die Übernahme von About You hat dem Online-Händler Zalando DE000ZAL1111 im ersten Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und operativen Gewinn im Tagesgeschäft beschert. Zudem profitierte das Unternehmen vom Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Die Jahresprognose bestätigte der im Dax DE0008469008 notierte Konzern zur Zahlenvorlage am Mittwoch in Berlin. Die Anleger zeigten sich aber vorsichtig.

Nach Kursgewinnen im frühen Handel drehte die Aktie ins Minus und verlor zeitweise mehr als fünf Prozent. Am späten Vormittag pendelte das Papier um den Vortagsschlusskurs von 20,80 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Anteilsschein fast ein Fünftel an Wert eingebüßt, in den vergangenen zwölf Monaten sogar rund ein Drittel. Seit dem Rekordhoch von knapp 106 Euro im Sommer 2021 gab der Kurs rund 80 Prozent nach.

In jüngster Zeit hatten vor allem Sorgen vor einer möglichen Konkurrenz globaler Social-Media-Netzwerke, wie beispielsweise die E-Commerce-Angebote der Videoplattform Tiktok, die Investoren verunsichert.

Für Andrew Ross von der britischen Investmentbank Barclays GB0031348658 hat Zalando "im Großen und Ganzen beruhigende Ergebnisse" im Kontext der konjunkturellen Bedingungen vorgelegt. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) liege leicht über den Erwartungen. Aus den Begleitaussagen sei zudem keine deutliche Verschlechterung im April ablesbar, schrieb der Experte.

Laut Georgina Johanan von der US-Bank JPMorgan hat der Online-Händler für das erste Quartal solide Zahlen vorgelegt, die den Erwartungen entsprochen hätten. Der bestätigte Jahresausblick habe nicht überrascht. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten und der dadurch aufgekommenen Sorgen um eine Abschwächung der Konsumnachfrage sei dies jedoch beruhigend.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf fast 3,0 Milliarden Euro, wie Zalando mitteilte. Dies lag auch im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Beim Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Value, GMV) wurde ein Anstieg um 21,7 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro verzeichnet.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um 38,7 Prozent auf rund 65 Millionen Euro. Hier hatten Branchenexperten etwas weniger auf dem Zettel. Die entsprechende operative Marge stieg von zuvor 1,9 auf 2,2 Prozent.

Synergien aus der Integration von About You trugen laut Mitteilung 10 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Der Konzern sieht sich damit auf Kurs, sein Synergie-Ziel von 40 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2026 zu erreichen. 2028 sollen sie sich dann auf 100 Millionen Euro pro Jahr belaufen, wie Zalando bereits Mitte März mitteilte.

Unter dem Strich stand jedoch ein Verlust von 87,6 Millionen Euro vor allem wegen Restrukturierungskosten aufgrund der Schließung des Logistikzentrums in Erfurt. Im Vorjahr hatte Zalando noch einen Überschuss in Höhe von 9,9 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Online-Händler hatte Anfang Januar die Schließung des Zentrums mit 2.700 Beschäftigten angekündigt. Es ist eines von vier Logistikzentren in Europa, die im Zuge der Übernahme von About You dichtgemacht werden. Die Schließung in Erfurt wurde von der Thüringer Landespolitik kritisiert.

Im laufenden Jahr peilt das Management weiterhin ein Wachstum des Bruttowarenvolumens (GMV) und der Erlöse um 12 bis 17 Prozent an. Beim bereinigten operativen Gewinn (Ebit) wird unverändert ein Anstieg auf 660 bis 740 Millionen Euro erwartet. 2025 verbuchte Zalando einen Umsatz von 12,3 Milliarden Euro. Das Bruttowarenvolumen lag bei 17,6 Milliarden Euro. Operativ wurden bereinigt 591 Millionen Euro verdient.

Zalando bestätigte zuletzt im März seine mittelfristigen Ziele für 2028. So strebt der Konzern eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 8 bis 13 Prozent für Bruttowarenvolumen und Umsatz an sowie eine operative Marge (bereinigte Ebit-Marge) von 6 bis 8 Prozent.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung hatte Zalando jüngst ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Bis spätestens 14. Juli sollen bis zu 20 Millionen Aktien für bis zu 300 Millionen Euro zurückgekauft werden, teilte der Dax-Konzern im März mit. Die Aktien sollen eingezogen werden.

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