Rund fünf Prozent mehr für WDR-Beschäftigte 30.07.2026, 15:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Westdeutsche Rundfunk hat mit den Gewerkschaften nach mehreren Verhandlungsrunden einen Tarifabschluss erzielt: Für Festangestellte und Auszubildende steigen die Gehälter in drei Stufen um insgesamt bis zu 5,73 Prozent, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. "Sicher vereinbart" seien 4,73 Prozent: Rückwirkend zum 1. Februar 2026 gebe es ein Plus von 1,23 Prozent, zum 1. Februar 2027 dann 2,0 Prozent mehr Geld und zum 1. Februar 2028 weitere 1,5 Prozent mehr.

Weitere insgesamt 1,0 Prozent seien an noch offene Fragen wie eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags geknüpft, wie Verdi weiter berichtete. Für freie Mitarbeiter steigen die Honorare demnach ebenfalls in drei Stufen um 5,73 Prozent und sie bekommen zudem eine Einmalzahlung von 600 Euro. Das gelte für freie Beschäftigte, die laut Tarifvertragsgesetz als "arbeitnehmerähnlich" eingestuft sind. Die Laufzeit des Tarifvertrags betrage 35 Monate.

Der größte ARD-Sender teilte auf Anfrage mit: "Der WDR kann den Tarifabschluss mit ver.di, DJV und unisono - unter Vorbehalt der noch ausstehenden Zustimmung des WDR-Verwaltungsrats und der zuständigen Gremien in den Gewerkschaften - bestätigen." Verwaltungsdirektorin und WDR-Verhandlungsführerin Stefanie Drinhausen sagte, der Sender sei an seine Grenzen gegangen "mit dem Ziel, unter diesen Rahmenbedingungen für unsere Beschäftigten faire und angemessene Gehälter und Honorare zu ermöglichen".

Verdi-Gewerkschaftssekretär Christof Büttner betonte in einer Mitteilung, für Festangestellte, Freie und Auszubildende seien spürbare Verbesserungen durchgesetzt worden. Für Auszubildende werde die Übernahmegarantie um ein Jahr verlängert und gelte nun für alle, die ihre Ausbildung bis Ende 2029 abschließen.

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