Russische Behörden

Tote auf Krim und in Russland 25.06.2026, 09:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden mindestens zwei Menschen infolge ukrainischer Angriffe getötet worden. Eines der Opfer sei minderjährig, teilte der von Russland eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow mit. Zwei weitere seien bei der Attacke im Umland von Simferopol verletzt worden.

In der russischen Grenzregion Brjansk kamen nach Angaben des kommissarischen Gebietsgouverneurs, Jegor Kowaltschuk, ebenfalls zwei Menschen ums Leben. Eine Drohne sei in ein Auto beim Dorf Solowa eingeschlagen und habe den 23 Jahre alten Fahrer und eine 15-jährige Mitfahrerin getötet.

In der südrussischen Region Krasnodar lösten ukrainische Drohnenangriffe nach Behördenangaben Brände aus. Auf dem Gelände eines Öllagers in der Siedlung Poltawskaja sei durch herabstürzende Drohnentrümmer ein Feuer ausgebrochen, schrieb der Zivilschutzstab der Region bei Telegram. Das Öllager war bereits in der vergangenen Woche getroffen worden. Im Kreis Abinski sei zudem ein Feuer auf einem Fabrikgelände durch herabstürzende Drohnentrümmer ausgelöst worden.

Moskau: Mehr als 260 Drohnen abgewehrt

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, dass in der Nacht 269 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt worden seien. Diese Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität ukrainischer Angriffe zu. Zu Folgen macht das Ministerium traditionell keine Angaben.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Dabei werden in der Ukraine Tag für Tag Zivilisten getötet, immer wieder auch in Wohnhäusern, Kliniken, Schulen und Kindergärten.

In den vergangenen Monaten weitete Kiew seine Gegenangriffe, mit denen es vor allem auf die russische Öl- und Gasindustrie und Militärobjekte zielt, stark aus. Die Ukraine will so die Treibstoffversorgung der russischen Armee stören und Einnahmen aus dem Energiegeschäft, die für Moskau wichtig zur Finanzierung seines Angriffskriegs sind, verringern. Menschen auf der Krim spüren die Folgen deutlich. Kiew hatte angekündigt, die Halbinsel von der Versorgung abschneiden zu wollen. Dort aber auch in immer mehr Regionen Russlands wird inzwischen Treibstoff knapp.

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