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Russisches Gericht fordert 200 Milliarden Euro von Euroclear 15.05.2026, 20:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Ein Gericht in Moskau hat der milliardenschweren Schadenersatzklage der russischen Zentralbank gegen den belgischen Finanzdienstleister Euroclear laut Medienberichten stattgegeben. Euroclear müsse 18,17 Billionen Rubel (umgerechnet etwa 200 Milliarden Euro) zahlen, urteilte nun ein Moskauer Gericht in erster Instanz laut dem Wirtschaftsportal RBK. Euroclear verwaltet den Großteil des in der EU nach Moskaus Invasion in die Ukraine festgesetzten russischen Vermögens.

Demnach setzt sich die festgelegte Schadenssumme aus den etwas mehr als 180 Milliarden Euro zusammen, die auf den Euroclear-Konten blockiert sind, und knapp 20 Milliarden an entgangenem Gewinn für die russische Zentralbank. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger bezeichneten den Prozess hinter verschlossenen Türen als unfair und haben Berufung angekündigt.

Das Urteil war allgemein erwartet worden. Experten gehen davon aus, dass damit der Weg freigemacht werden soll zu möglichen Gegenmaßnahmen gegen noch vorhandenes europäisches Kapital in Russland.

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