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Selenskyj

Wollen nicht still sterben 08.06.2026, 05:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Interview des britischen Senders Sky News seine Vorstellungen von einer baldigen Diskussion mit Russland über ein Kriegsende präsentiert. Es habe bereits mehrfach Signale aus Moskau über mögliche Gespräche gegeben, doch seien diese immer wieder verstummt. "Man versteht manchmal nicht, was die Russen wirklich wollen", sagte er.

Kremlchef Wladimir Putin "will diesen schrecklichen Krieg gewinnen", allerdings erkenne er zuletzt, dass seine Truppen die Initiative auf dem Schlachtfeld verloren hätten. Alle Entscheidungen über das weitere Geschehen hingen "zu 100 Prozent" von ihm ab.

Unabhängig von den Plänen Moskaus wehre sich die Ukraine weiter mit immer neuen Waffen. Auch wenn die Ukraine in über vier Jahren Krieg von den USA weniger Waffen erhalten habe, als vor kurzem in Nahost verbraucht worden seien, stehe das Land nicht wehrlos da. "Wir haben gelernt, wie man lebt und überlebt", sagte Selenskyj. "Wir wollen nicht einfach still sterben."

"Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt und produziert", sagte er zu den neuen Drohnen-Fähigkeiten der Ukraine. "Jetzt antworten wir, und zwar gegen militärische Ziele und gegen Energieobjekte", betonte Selenskyj.

Zu möglichen Gesprächen mit Moskau über ein Kriegsende meinte Selenskyj, er würde eine Beteiligung der USA und Europas begrüßen. "Aber ich bin auch zu bilateralen Gesprächen (mit Putin) bereit", sagte er. "Und nicht in Moskau, nicht in Kiew und auch nicht in Minsk." Der Krieg müsse jedoch so beendet werden, dass er "wegen einiger dummen Leute" nicht noch einmal ausbrechen dürfe./DP/zb

Vor kurzen habe er den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch in Kiew empfangen und diesem eine Botschaft an Putin mitgegeben. Die vereinbarte Vertraulichkeit habe jedoch nicht lange gehalten. "Aber Russen können nicht still bleiben."

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