Starmers Chefsekretär

Andy Burnham muss Inhalte vorlegen 24.06.2026, 10:19 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der enge Verbündete des britischen Premiers Keir Starmer, Darren Jones, hat einer möglichen Kandidatur um den Labour-Parteivorsitz eine Absage erteilt. Er werde nicht kandidieren und unterstütze Favorit Andy Burnham, sagte Kabinettsmitglied Jones dem Sender Sky. Um auch seine Skeptiker zu überzeugen, sollte Burnham jedoch der Partei Inhalte vorlegen, forderte er.

Es gilt als so gut wie sicher, dass der frühere Bürgermeister der Metropolregion Manchester Starmer beerben wird, der am Montag seinen Rücktritt angekündigt hatte. Die Frage ist, ob sich Burnham dafür einem aufwendigen Auswahlverfahren der Labour-Partei stellen muss.

Er hätte nie vorgehabt, "eine Kampagne um die Parteiführung zu planen oder zu organisieren", stellte Jones den Angaben nach klar. "Andy Burnham wird der nächste Premierminister sein. Und wenn es eine Wahl unter den Mitgliedern der Labour-Partei gäbe, würde er gewinnen."

Al Carns schließt Kandidatur nicht aus

Sollte Burnham der einzige Bewerber bleiben, wäre eine solche Wahl allerdings nicht notwendig und Burnham könnte noch im Juli von König Charles III. zum Premier ernannt werden. Neben Jones tauchte in britischen Medien zuletzt auch immer wieder der Name Al Carns als möglicher Herausforderer auf.

Der frühere Verteidigungsstaatssekretär schließt im Gegensatz zu Jones eine Kandidatur um den Parteivorsitz noch nicht gänzlich aus, sagte er der BBC am Dienstagabend. Er wolle zunächst sehen, welche politischen Inhalte hinter Burnham stehen, bevor er eine endgültige Entscheidung treffe.

Auch Jones legte Burnham laut Sky nahe, seine Inhalte und Visionen darzulegen, um die noch skeptischen Labour-Abgeordneten zu überzeugen. Es gebe "mehr als 100 Abgeordnete", die etwa bei der Wirtschaftspolitik des potenziellen Premiers Bedenken hätten, sagte er.

Unklar ist, ob Al Carns oder andere potenzielle Herausforderer die erforderliche Zahl an Unterstützern in der Fraktion finden könnten. Sollte es dazu kommen, wäre eine Wahl durch die Parteibasis notwendig. Dieser Prozess dürfte sich bis zum Ende der Sommerpause im September hinziehen.

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