Anzeige
++++++ Deal-Potenzial 2026: Zwei Verkäufe in Sicht? Warum bei dieser Aktie 2026 der Knoten platzen könnte ++++++
Studie

Erhebliche Einsparungen durch autonomen ÖPNV möglich 16.11.2025, 17:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einer in großem Umfang autonom fahrenden Fahrzeugflotte im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Deutschland könnten Bund und Länder einer Untersuchung zufolge viel Geld sparen. Das geht aus einer Analyse der Unternehmensberatung PwC und der Universität St. Gallen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Darin berechneten die Autoren unter anderem die Investitionskosten und Einsparpotenziale für ein Szenario, in dem bis 2047 rund 75 Prozent des ÖPNV mit autonom fahrenden Bussen betrieben wird.

85.300 autonome Busse und Robotaxis bis 2047

Dafür müssten bis dahin knapp 85.300 fahrerlose Busse unterwegs sein: große Linienbusse für bis zu 60 Fahrgäste, die das Rückgrat der gesamten Flotte bilden würden; kleinere Busse für bis zu 16 Passagiere sowie sogenannte Robotaxis, wie es sie etwa in den USA und China schon länger gibt. Nicht berücksichtigt sind in dieser Zahl Fahrzeuge, die alte oder kaputte Busse ersetzen. Die Kosten dieses Hochlaufs belaufen sich in diesem Szenario auf rund 5,7 Milliarden Euro bis 2047.

Aktuell gibt es zahlreiche Pilotprojekte, in denen der Einsatz von autonom fahrenden Bussen meist mit kleineren Flotten in begrenzten Gebieten getestet wird. Auch hat die Bundesregierung einen Rechtsrahmen für vollautonomes Fahren in Deutschland geschaffen, der von Branchenfachleuten überwiegend positiv bewertet wird.

Eine serienmäßige Zulassung für voll autonom fahrende Busse fehlt aber noch. Für den Fahrzeughersteller Holon gab es jüngst immerhin eine Genehmigung des Kraftfahrt-Bundesamts für den bundesweiten Testbetrieb seines Elektro-Shuttles "Holon urban".

Bis zu 80 Prozent weniger staatliche Zuschüsse pro Kilometer

Den Investitionen stehen laut PwC erhebliche Einsparpotenziale für den Staat gegenüber. Schon 2035 könnte demnach ein optimierter Robobus pro Kilometer im besten Fall bis zu 80 Prozent an öffentlichen Zuschüssen einsparen im Vergleich zu einem herkömmlichen Linienbus, mindestens aber 40 Prozent - je nach verglichenem Fahrzeugtyp.

Hauptgrund: Die Kosten für den Fahrer oder die Fahrerin fallen komplett weg. Auch bei der Produktion insbesondere von Robotaxis und kleineren Bussen könne eingespart werden: Es brauche keine Spiegel, Lenkräder oder Pedale mehr.

Die Finanzierung des ÖPNV aktuell

Für die Organisation des ÖPNV in Deutschland sind die Bundesländer verantwortlich. Zur Finanzierung erhalten sie vom Bund unter anderem sogenannte Regionalisierungsmittel. Diese belaufen sich im aktuellen Jahr auf rund 11,56 Milliarden Euro. Aus Sicht der Verkehrsunternehmen reicht diese Summe nicht aus, um allein das aktuelle Angebot bereitzustellen, geschweige denn, es auszubauen.

Bis zur Corona-Pandemie waren die Verkehrsunternehmen laut ihrem Branchenverband (VDV) dazu in der Lage, rund drei Viertel ihrer Betriebskosten selbst zu finanzieren, etwa über die Ticketverkäufe. Die verbleibenden 25 Prozent kamen demnach vom Staat.

Pandemie und Deutschlandticket belasten die öffentlichen Kassen

Mit der Pandemie und der Einführung des Deutschlandtickets - einem bundesweit gültigen Monatsabo für den ÖPNV - habe sich das Verhältnis nahezu umgekehrt: Inzwischen könnten nur noch 30 Prozent der Betriebskosten über die Ticketeinnahmen gedeckt werden, 70 Prozent kämen aus öffentlichen Mitteln.

Darin enthalten sei etwa der staatlich finanzierte Ausgleich für die Umsatzeinbußen, die den Unternehmen durch das Deutschlandticket entstehen. Das kostet Bund und Länder gemeinsam jedes Jahr zusätzlich drei Milliarden Euro.

Mit einer weitgehend autonom fahrenden Busflotte könnten die öffentlichen Mittel laut PwC zumindest wieder auf unter 60 Prozent der ÖPNV-Betriebskosten gedrückt werden./maa/DP/he

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer