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Einzelhändler unzufrieden mit Entlastungsmaßnahmen 21.04.2026, 06:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung gegen die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft sorgen beim Einzelhandel für Unzufriedenheit. In einer aktuellen Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) bewerten 85 Prozent der befragten Händler die Kraftstoffsteuersenkung als unzureichend und als Tropfen auf den heißen Stein.

"Die Kosten explodieren", sagte HDE-Präsident Alexander von Preen. Schon vor dem Iran-Krieg sei die Situation bei Energie und Personal mehr als schwierig gewesen. "Das wurde und wird derzeit noch herausfordernder. Deshalb darf die Bundesregierung nicht bei den von ihr verkündeten Trostpflastern stehen bleiben. Wir brauchen echte Reformen mit nachhaltiger Wirkung."

Auch die Entlastungsprämie von 1.000 Euro lehnt die Mehrheit der Befragten ab: 83 Prozent sehen die Zahlung als staatliche Angelegenheit an, nicht als Leistung der Arbeitgeber. Von Preen warnte vor finanziellen Mehrbelastungen bei Unternehmen. Es könne nicht sein, dass der Staat den Bürgern Entlastung verspricht und dann Unternehmen auffordert, das zusätzlich zum normalen Lohn aus ihren Budgets zu bezahlen. "Das ist schlicht unredlich. Wer anschafft, muss auch zahlen."

89 Prozent der Befragten rechnen laut HDE-Umfrage infolge des Iran-Kriegs mit weiteren Kostensteigerungen und sind ratlos, wie sie die zusätzlichen Ausgaben erwirtschaften sollen. 72 Prozent sehen deswegen kurz- und mittelfristig Arbeitsplätze in ihren Unternehmen in Gefahr. "Das sind dramatische Werte", sagte von Preen und forderte Entlastungen. Die Stromsteuer müsse für alle Unternehmen und Privatverbraucher auf das zulässige Minimum gesenkt werden. Auch sollten die Lohnnebenkosten bei 40 Prozent gedeckelt werden.

Die Umfrage wurde vom Handelsverband Deutschland nach eigenen Angaben vom 16. bis zum 20. April 2026 durchgeführt. Insgesamt antworteten demnach 436 Handelsunternehmen aus ganz Deutschland.

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