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Image der USA bröckelt weltweit 08.05.2026, 07:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Das internationale Ansehen der USA hat unter Präsident Donald Trump laut einer Umfrage deutlich gelitten. In Europa werden die Vereinigten Staaten dabei am negativsten wahrgenommen, zeigt die jährlich erscheinende Studie zur Wahrnehmung der Demokratie ("Democracy Perception Index"), die die Organisation Alliance of Democracies des früheren Nato-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen vor einem Demokratiegipfel in Kopenhagen veröffentlicht hat. China dagegen werde in jeder Region der Welt inzwischen im Durchschnitt positiver bewertet als die USA, hieß es.

Bei der Befragung in diesem Frühjahr rutschte das Image der USA weltweit von einem Wert von minus 5 Prozent im Vorjahr noch weiter auf minus 16 ab. Damit ist Russland (minus 11 Prozent) inzwischen im Durchschnitt beliebter. Auf schlechtere Werte als die USA kamen nur Israel, Nordkorea, Afghanistan und der Iran. Die Befragten in Deutschland nahmen Russland (minus 56 Prozent) dagegen noch kritischer wahr als die USA (minus 46 Prozent). Sehr negativ blickten sie auch auf China (minus 35 Prozent) und Israel (minus 36 Prozent).

Auch auf die Frage, welches Land nach Meinung der Befragten die größte Bedrohung für die Welt darstellt, wurden die USA den Verfassern der Studie zufolge weltweit am häufigsten genannt, gefolgt von Russland.

Konflikt mit den USA: Die Welt steht hinter Grönland

Bei der internationalen Umfrage wurden die Teilnehmer auch zu ihrer Haltung zu verschiedenen Kriegen und Konflikten gefragt. Am deutlichsten fiel hier die Antwort im Grönland-Konflikt zwischen den USA und dem dänischen Königreich aus: In 85 Ländern schlugen sich die Befragten überwiegend auf die Seite von Grönland und Dänemark, nur in zwei Ländern eher auf die Seite der USA. In Bezug etwa auf den Iran-Krieg zeigte sich ein ausgewogeneres Bild.

Der Democracy Perception Index (DPI) ist nach Angaben von Alliance of Democracies die weltweit größte jährliche Studie zur Wahrnehmung der Demokratie. Der Großteil der Ergebnisse basiert nach Angaben der Organisation auf repräsentativen Umfragen mit mehr als 94.000 Befragten in 98 Ländern. Zu ihrer Wahrnehmung der einzelnen Länder wurden knapp 46.700 Menschen in 85 Ländern online befragt. Die Studie wird jedes Jahr vor einem Demokratiegipfel in Kopenhagen veröffentlicht. Daran nehmen am kommenden Dienstag unter anderem die dänische geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sowie Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen teil.

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