Umfrage

Umgang mit AfD spaltet die Bürger 05.07.2026, 12:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Das Nein von Union und SPD zu einer Zusammenarbeit mit der AfD sehen die Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge gespalten. Mit Blick auf die sogenannte Brandmauer finden 42 Prozent es eher richtig, dass Union und SPD eine Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD ablehnen, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild am Sonntag" ergab. 39 Prozent halten dies eher für falsch. 19 Prozent machten keine Angabe oder waren unentschieden. Die genaue Fragestellung lautete: "Finden Sie es (eher) richtig oder falsch, dass Union und SPD eine Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD ablehnen (Brandmauer)?"

Auch die Forderung nach einem Verbot der AfD sehen die Bürgerinnen und Bürger gespalten. 40 Prozent der Befragten bejahten die Frage, ob sie eher für ein Verbot wären, 45 Prozent sind eher dagegen. 15 Prozent machten keine Angabe.

Für die repräsentative Befragung im Auftrag der "Bild am Sonntag" befragte Insa 1.005 Personen am 2. und 3. Juli, also unmittelbar vor dem Erfurter AfD-Parteitag.

AfD in Sonntagsfrage klar vorn

In der von Insa erhobenen Sonntagstrend bleibt die AfD mit 29 Prozent klar stärkste Kraft. Die Union verliert einen Punkt auf 21 Prozent, die SPD gewinnt einen Punkt auf 13 Prozent hinzu, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre. Auf 13 Prozent kommen auch die Grünen. Die Linke steht bei 10 Prozent, BSW und FDP bei 4 Prozent.

Für die Sonntagsfrage wurden von Insa 1.205 Personen vom 29. Juni bis 3. Juli befragt. In diesen Zeitraum fiel die Einigung der Koalition auf ein Reformpaket mit Steuerentlastungen und Bürokratieabbau.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

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