Umfrage

Union bei Kompetenzfrage erstmals seit März vor AfD 30.06.2026, 16:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Einer Umfrage zufolge sehen zum ersten Mal seit März mehr Leute politische Kompetenz bei der Union als bei der AfD. 14 Prozent aller Wahlberechtigten trauen der Union derzeit am ehesten zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden (plus eins). Das geht aus dem RTL/ntv-Trendbarometer hervor. 12 Prozent der Befragten (minus 1) weisen der AfD mehr politische Kompetenz zu. Darauf folgen mit jeweils 6 Prozent die SPD (plus eins), die Grünen (minus 1) und die Linke (plus 1).

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD der Umfrage zufolge auf 26 Prozent (im Vergleich zur Vorwoche minus 1) und bleibt damit deutlich auf dem ersten Platz vor der Union mit 22 Prozent. Andere Umfragen hatten der AfD zuletzt noch etwas höhere Werte bescheinigt. In der Befragung des Instituts Insa lagen AfD und Union bei 29 und 22 Prozent. Bei YouGov lag die AfD ebenfalls bei 29 Prozent, die Union bei nur 20 Prozent. Bei der Forschungsgruppe Wahlen kam die AfD auf 28 und die Union auf 24 Prozent.

Große Mehrheit unzufrieden mit Amtsführung von Kanzler Merz

Das generelle Misstrauen in Deutschland bleibt dem RTL/ntv-Trendbarometer zufolge groß. 53 Prozent (minus 1) der Bürgerinnen und Bürger trauen demnach keiner Partei zu, die Probleme im Land am besten zu lösen.

Auch mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind der Umfrage zufolge weiterhin nur wenige Menschen zufrieden. 15 Prozent der Befragten (plus 1) bewerten seine Arbeit positiv, während 83 Prozent (minus 1) mit seiner Amtsführung unzufrieden sind.

Forsa befragte im Auftrag von RTL Deutschland vom 23. bis 29. Juni 2.502 Personen und nennt als statistische Fehlertoleranz +/- 2,5 Prozentpunkten. Die Daten sind nach Angaben des Instituts repräsentativ.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

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