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Schiffsverkehr durch Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen 29.04.2026, 06:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten ist die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, nach Angaben der Vereinten Nationen um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Dagegen seien die Preise für Lebensmittel-Rohstoffe um sechs Prozent gestiegen, sagte Stéphane Dujarric in New York. Der Rohölpreis für Europa sei darüber hinaus um 53 Prozent gestiegen, fügte er mit dem Verweis auf ein Online-Dashboard mit, mit dessen Hilfe sich unter anderem die Preisentwicklungen angesichts der blockierten Meerenge am Persischen Golf beobachten lassen.

Der Iran liegt direkt an der Straße von Hormus, wurde von den USA und Israel Ende Februar angegriffen und hat mit seinen Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Islamische Republik nutzt diese Strategie als wichtiges Druckmittel in den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über ein Ende des Kriegs. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden.

Meerenge von großer Bedeutung für Weltwirtschaft

Die Meerenge ist von enormer Bedeutung für die Weltwirtschaft, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs. Da kaum noch Schiffe die Straße von Hormus passieren, sind die Weltmarktpreise für Rohöl und Flüssiggas kräftig gestiegen. Vor dem Krieg hatten Tanker ein Fünftel der weltweit benötigten Ölmenge durch die Straße von Hormus transportiert.

Derzeit gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Die USA fordern vom Iran unter anderem die Herausgabe von hoch angereichertem Uran und den Verzicht darauf, sich Atomwaffen zu verschaffen. Teheran daran zu hindern, eine Atombombe zu bauen, war eines der erklärten Ziele sowohl des aktuellen Kriegs als auch der US-Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen im Juni vergangenen Jahres.

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