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US-Denkfabrik

Putin halluziniert - Geländeverlust in Ukraine 04.10.2026, 15:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Russland hat laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) im September mehr Gelände in der Ukraine verloren als gewonnen. Der Verlust betrage rund 81 Quadratkilometer, teilte das Institut auf der Plattform X mit. Die Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über russische Geländegewinne an der Front im September seien so weit von der Realität entfernt, "dass sie wie Halluzinationen anmuten".

Das ISW könne nicht beurteilen, ob Putin wisse, dass die von ihm präsentierten Zahlen falsch seien, hieß es weiter. Es könne auch sein, dass er "fiktive Angaben zur Lage an der Front" übernehme. Die "Kultur des Lügens" sei in der russischen Militärführung tief verwurzelt. Putin behauptete demnach, die russischen Streitkräfte hätten im September mehr als 1.300 Quadratkilometer erobert.

Frontlinie seit Monaten weitgehend unverändert

Vor wenigen Tagen hatte Putin die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Er gehe davon aus, dass dies angesichts des Vormarsches der russischen Truppen viel früher geschehen werde. Die Frontlinie ist allerdings an vielen Abschnitten seit mehreren Monaten weitgehend unverändert.

In den vergangenen Wochen hat das russische Militär die Angriffe gegen ukrainische Städte verstärkt. Vor allem die großen Ballungszentren wie Kiew, Charkiw oder Odessa stehen im Visier der russischen Luftwaffe und werden mit Kampfdrohnen oder ballistischen Raketen angegriffen.

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Moskau erhebt dabei unter anderem Anspruch auf die als Donbass bezeichnete Region der Gebiete Donezk und Luhansk.

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