US-Gericht stoppt Kennedys Kurswechsel bei Kinderimpfungen 17.03.2026, 10:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Ein US-Gericht hat dem umfassenden Kurswechsel von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy bei Kinder-Impfungen vorerst Einhalt geboten. Das Bundesgericht in Massachusetts kassierte am Montag (Ortszeit) eine Anweisung der US-Regierung vom Januar, der zufolge nur noch 11 statt 17 Immunisierungen bei Kindern empfohlen wurden. Zudem blockierte das Gericht die Neubesetzung des Impf-Expertengremiums ACIP durch Kennedy sowie dessen seither herausgegebenen Empfehlungen.

In der Vergangenheit seien solche Entscheidungen nach "Methoden wissenschaftlicher Natur, die durch Verfahrensvorschriften im Gesetz kodifiziert sind" getroffen worden, schrieb Richter Brian Murphy in seiner Stellungnahme. "Leider hat die Regierung diese Methoden missachtet und dadurch die Integrität ihres Handelns untergraben." Geklagt hatten Ärzteverbände, die die geplanten Änderungen der Impfempfehlungen massiv kritisiert hatten.

Ein Sprecher des US-Gesundheitsministeriums erklärte laut Sender ABC News, man hoffe, dass die Gerichts-Entscheidung aufgehoben werde. Zugleich kritisierte er den Richter und warf ihm vor, die Regierung an ihrer Arbeit zu hindern.

Impfskeptiker am Machthebel

Nach der vom US-Präsident Donald Trump im Januar angestoßenen Änderung sollten Impfungen gegen Rotavirus, Corona, Influenza, Hepatitis A, Hepatitis B und Meningokokken nicht mehr Teil des vom Gesundheitsministerium empfohlenen Immunisierungsplans für Kinder sein. Verabreicht werden dürften die Impfungen aber weiterhin. Die neue Richtlinie sah ebenfalls vor, dass verschiedene Impfungen, etwa gegen Hepatitis A oder Dengue, auf Hochrisikogruppen beschränkt werden sollten.

Der Impfskeptiker Kennedy drängt seit seinem Amtsantritt in Trumps zweiter Amtszeit auf Änderungen in der Impfpolitik. Die zuständige Behörde CDC und damit auch ihr Expertengremium ACIP unterstehen seinem Ministerium. Im Juni 2025 entließ Kennedy alle 17 Mitglieder des Gremiums und verwies auf mögliche Interessenkonflikte mit der Pharmaindustrie. Anschließend wurden 13 neue Mitglieder berufen, die die Empfehlungen im Sinne Kennedys herausgaben.

Der Neffe des einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy hat vielfach Zweifel an Impfungen gestreut und Verschwörungstheorien verbreitet. Unter anderem hat er die wissenschaftlich widerlegte These vertreten, Impfungen könnten Autismus auslösen.

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