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US-Handelsminister berichtet von Treffen mit Epstein 11.02.2026, 06:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Handelsminister Howard Lutnick hat bei der Aufarbeitung des Falls um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vor dem Kongress mehrere Treffen mit dem Finanzier offengelegt. Vor einem Ausschuss im Senat im US-Parlament räumte er einige E-Mails sowie Treffen ein, darunter einen Besuch mit seiner Familie auf der Privatinsel Epsteins im Jahr 2012. Dort habe man mit Epstein zu Mittag gegessen. Damit widersprach Lutnick indirekt früheren Angaben.

Vergangenes Jahr hatte er in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser "widerlichen Person" nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Der nun eingeräumte Besuch auf der Insel Epsteins fand den aktuellen Angaben nach aber 2012 statt, und somit auch mehrere Jahre nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008.

Lutnick sagte im Senat, er habe kaum etwas mit Epstein zu tun gehabt. Der Minister war früher in New York Epsteins Nachbar. Eine Frage dreht sich auch um einen Hinweis darauf, dass Epstein das Kindermädchen Lutnicks kennenlernen wollte. Er habe keine Ahnung, worum es dabei ging, sagte Lutnick. "Das hatte nichts mit mir zu tun. Soweit ich weiß."

Rücktritt Lutnicks gefordert

Lutnick sieht sich wegen seines Kontakts zu Epstein mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Der Handelsminister von US-Präsident Donald Trump kommt mehrmals in den umfassenden Akten zum Fall Epstein vor. Trump stärkte seinem Minister am Dienstag (Ortszeit) den Rücken. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte auf Nachfrage von Journalisten, der Handelsminister sei ein sehr wichtiges Mitglied von Trumps Team. Vom Präsidenten gebe es volle Unterstützung für ihn.

Viele Prominente in Ermittlungsakten

Der US-Multimillionär Epstein hatte über Jahre aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch Minderjährige zum Opfer fielen. Der verurteilte Sexualstraftäter starb 2019 im Alter von 66 Jahren in der Haft, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können. Zahlreiche Prominente und Politiker kommen in den veröffentlichten Ermittlungsakten vor. Eine Nennung an sich heißt per se aber zunächst nichts./rin/DP/zb

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