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US-Militär

Von Drogenbande genutztes Tankboot im Pazifik zerstört 29.08.2026, 09:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein von Drogenkriminellen als Tankstation genutztes Boot im östlichen Pazifik zerstört. Vorher hätten US-Soldaten ohne gewaltsamen Zwischenfall mehrere Personen von Bord geholt, teilte das für die Region zuständige Regionalkommando Southcom auf der Plattform X mit. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie ein im Meer treibendes Boot explodiert und in einem großen Feuerball aufgeht. Anders als bei früheren Angriffen des US-Militärs auf Schmuggelboote in der Region klang die Mitteilung diesmal nicht danach, als ob jemand zu Tode gekommen sei.

Das betreffende Boot - angeblich "ein Schlüsselelement in der Logistikkette der Drogenschmuggler" - befand sich den Angaben zufolge in internationalen Gewässern und wurde vom Drogenkartell Los Choneros genutzt, einer der mächtigsten Gangs von Ecuador. Die von Bord geholten Personen seien in das südamerikanische Land überstellt worden, hieß es weiter. Die Aktion, in die auch das US-Kriegsschiff "San Antonio" involviert war, sei vorab mit der ecuadorianischen Regierung abgestimmt worden.

Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres immer wieder Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden. Meistens ist danach von mehreren getöteten "Drogenterroristen" die Rede. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen.

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