Verdi zeigt sich von Ländern in Tarifstreit enttäuscht 11.02.2026, 15:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

POTSDAM (dpa-AFX) - Nach wochenlangen Warnstreiks haben Gewerkschaften und Arbeitgeber ihre Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder fortgesetzt. Kurz vor den Gesprächen zeigten sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sowie die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb grundsätzlich einigungswillig. Verdi-Chef Frank Werneke sagte aber auch, bislang habe es "keine positiven Signale" der Arbeitgeber gegeben.

Der TdL-Verhandlungsführer, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), forderte Bewegung bei den Gewerkschaften. Die Länder hätten Angebote gemacht, die sich auf über fünf Prozent mehr Einkommen über eine Laufzeit von 26 Monaten beliefen. "Ansonsten bin und bleibe ich zuversichtlich."

Gewerkschaften schüren Erwartungen

Werneke wies den Eindruck zurück, als gebe es bereits einen Einigungskorridor. Dies sei nicht der Fall. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld im Monat - mindestens aber 300 Euro zusätzlich. "Es gibt eine Erwartungshaltung der Beschäftigten, jetzt nicht abgehängt zu werden von der Entwicklung bei Bund und Kommunen", sagte Werneke.

Dort hatten die Gewerkschaften im April 2025 mit den Arbeitgebern mehr Geld in zwei Stufen vereinbart (3,0 Prozent, mindestens aber 110 Euro mehr im Monat, dann noch einmal 2,8 Prozent). Dies gilt als Mindestniveau, was sie dieses Mal auch erreichen wollen.

"Ein Schnaps obendrauf"

dbb-Chef Volker Geyer sagte: "Die Arbeitgeberseite hat von Inflationsausgleich gesprochen und einem Schnaps obendrauf." Was mit "Schnaps obendrauf" gemeint gewesen sei, sei sehr undifferenziert gewesen. "Schnaps ist normalerweise hochprozentig, aber das, was uns da angeboten worden ist, ist eher so billiger Fusel."

Verhandelt wird für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder. Auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger soll ein Ergebnis nach den Forderungen der Gewerkschaften übertragen werden. In Hessen gilt ein anderer Tarifvertrag./bw/DP/jha

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