Von der Leyen zu Iran-Krise

22 Milliarden Euro mehr für Energie 13.04.2026, 14:18 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Iran-Krieg hat Europa bereits mehrere Milliarden Euro gekostet. "Seit Beginn des Konflikts vor 44 Tagen sind unsere Kosten für den Import fossiler Brennstoffe um über 22 Milliarden Euro gestiegen", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel. "Das zeigt, welch enorme Auswirkungen diese Krise auf unsere Wirtschaft hat." Selbst bei einem Ende der Kämpfe wäre die Energieversorgung aus der Golfregion noch einige Zeit unterbrochen, sagte sie. 2025 importierte die EU insgesamt Energie im Wert von rund 340 Milliarden Euro.

In der kommenden Woche werde die Europäische Kommission konkrete Maßnahmen zum Thema Energie vorlegen, kündigte die Politikerin an. Die europäischen Spitzenpolitiker können sich dann bereits in den folgenden zwei Tagen bei ihrem Treffen in Zypern dazu austauschen.

Ziel: Koordination innerhalb der EU

Wichtig sei, dass die Staaten ihre Maßnahmen gut untereinander koordinierten. Man prüfe außerdem eine EU-weite Koordinierung der Gaslagerbefüllung durch die Mitgliedstaaten, "um zu vermeiden, dass viele Mitgliedstaaten gleichzeitig auf den Markt drängen und sich so gegenseitig Konkurrenz machen". Die Staaten halten eine Gasreserve vor, um die Versorgung zu sichern und Bürger vor hohen Energiepreisen zu schützen. "Zudem werden wir die Freigabe von Ölvorräten koordinieren, um eine möglichst große Wirkung dieser Maßnahmen zu erzielen", sagte von der Leyen.

Die Mitgliedstaaten sollen außerdem vorübergehend mehr Spielraum bei staatlichen Beihilfen bekommen, um besonders von den hohen Energiepreisen gefährdete Haushalte und Sektoren zu unterstützen. Dies solle möglichst noch im Laufe des Monats beschossen werden. Um den Energiebedarf zu senken, werde es auch um Energieeffizienz gehen, etwa die Sanierung von Gebäuden oder Erneuerung von Industrieanlagen, kündigte die Deutsche an.

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