Von Zeit und Kosten

Was bringt der Fehmarnbelttunnel? 16.01.2026, 06:30 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

KIEL (dpa-AFX) - Ob mit Zug oder Auto - der entstehende Fehmarnbelttunnel soll Pendlern zwischen Deutschland und Dänemark Vorteile bringen. Die Querung erspare dem Transitverkehr zwischen Hamburg und Kopenhagen einen Umweg von 160 Kilometern, teilt das zuständige Unternehmen Femern A/S auf ihrer Website mit.

Die Zugfahrt von Puttgarden auf Fehmarn nach Rødbyhavn in Dänemark dauere dann nur sieben Minuten, mit dem Auto zehn. Für die Tunneldurchfahrt wird jedoch Maut fällig. Wie hoch diese ausfällt, steht laut einer Unternehmenssprecherin bisher nicht fest. Das dänische Verkehrsministerium lege den Preis erst kurz vor der Eröffnung fest.

Derzeit benötigt eine Fähre über den Fehmarnbelt laut dem Betreiber Scandlines etwa 45 Minuten. Für die Strecke Hamburg-Kopenhagen verkürzt sich die Reisezeit nach Angaben von Femern A/S von rund fünf Stunden auf nur 2,5 Stunden.

Schnellere Bahnverbindungen in Deutschland

Neben dem Tunnel im Fehmarnbelt ist eine weitere Querung des Fehmarnsunds zwischen der Insel und dem deutschen Festland geplant. Sie gehört zur sogenannten Hinterlandanbindung des Ostseetunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland.

Dadurch sollen die Bahnverbindungen auf dem deutschen Festland insgesamt schneller werden. Laut Femern A/S wird dann eine Zugfahrt von Burg auf Fehmarn nach Lübeck künftig nur noch 49 Minuten dauern - statt derzeit rund anderthalb Stunden mit dem Regionalzug.

Wirtschaftliche Entwicklung

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sieht in der Verbindung die Chance, eine neue wirtschaftliche Achse für die Region zu schaffen. Er rechnet mit einem Aufschwung durch die engere Verbindung mit Skandinavien.

Längere Bauzeit und Kosten

Nach den Plänen soll der Fehmarnbelttunnel ab 2029 Deutschland und Dänemark verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels ist bereits im Gange. Die Kosten belaufen sich auf 7,1 Milliarden Euro. Im September erklärte die dänische Projektgesellschaft jedoch, dass sie mit einer Verzögerung bei der Eröffnung des Milliardenprojekts rechne. Auch Deutschland rechnet damit, dass sich der Bau der Hinterlandanbindung über 2029 hinaus in die Länge ziehen wird.

Zudem sind bereits erhebliche Kostensteigerungen für den geplanten Sundtunnel bekannt. Die Bahn hatte die Kosten für einen Ersatzbau am Fehmarnsund ursprünglich auf 714 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen beziffert die deutsche Infrastrukturgesellschaft Deges die Tunnelkosten auf 2,306 Milliarden Euro.

Ebenso werde die Hinterlandanbindung insgesamt teurer als bekannt. "Richtig ist, dass wir von einer deutlichen Kostensteigerung, insbesondere aufgrund der Inflation und aktuellen Lage in der Baubranche, ausgehen müssen", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums im November. Die neuen Kosten seien aber bisher nicht ermittelt worden./xil/DP/zb

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