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Vor G7-Treffen

Klingbeil warnt vor Folgen des Iran-Kriegs 18.05.2026, 06:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Vor dem Treffen der G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs und einer Sperrung der Straße von Hormus gewarnt. Der SPD-Politiker sprach von einer "ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft". Der Krieg schade der wirtschaftlichen Entwicklung massiv, teilte er vor seiner Abreise nach Paris mit.

Bei dem Treffen der G7-Finanzminister ab Montag sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und mögliche Folgen für den Welthandel im Mittelpunkt stehen. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Gashandel.

Klingbeil sagte, deshalb müsse alles getan werden, um den Krieg "dauerhaft zu beenden", die Region zu stabilisieren und freie Seewege zu gewährleisten. "Dabei bleibt unser Weg als Europäer klar: Wir setzen auf Kooperation statt Konfrontation", so der Bundesfinanzminister.

Klingbeil: Wir müssen krisenfester werden

Die aktuellen Krisen zeigten zugleich, wie wichtig es sei, "dass Deutschland und Europa unabhängiger und krisenfester werden" - etwa bei Rohstoffen, Energie und Lieferketten. In Paris werde deshalb auch mit den Finanzministern aus Brasilien, Indien, Südkorea und Kenia gesprochen.

Die "Gruppe der Sieben" (G7) ist eine informelle Allianz führender westlicher Industrienationen. Mitglieder sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Frankreich hat derzeit den G7-Vorsitz.

Ukraine ebenfalls Thema des Treffens

Bei dem Treffen bis Dienstag soll es außerdem um Welthandel, kritische Rohstoffe, Entwicklungsländer sowie den Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und organisierte Kriminalität gehen. Auch die weitere Unterstützung der Ukraine steht auf der Tagesordnung.

Klingbeil mahnte, Russlands "brutaler Angriffskrieg" dürfe trotz der Krise im Nahen Osten nicht aus dem Blick geraten. In Paris wolle er zudem mit seinem ukrainischen Amtskollegen Sergii Marchenko ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnen: "Das stärkt den wirtschaftlichen Austausch und schafft Rechtssicherheit."

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