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Wadephul

Bereitschaft für Hormus-Einsatz besteht weiterhin 01.07.2026, 17:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Außenminister Johann Wadephul hat nach skeptischen Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die deutsche Bereitschaft zu einem Bundeswehreinsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus betont. "Unsere Bereitschaft besteht weiterhin", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem argentinischen Kollegen Pablo Quirno in der Hauptstadt Buenos Aires. Man sei aber davon abhängig, dass insbesondere die USA in Gesprächen mit dem Iran die Voraussetzungen klären würden.

Wadephul hatte am Montag bei einem Besuch bei seinem US-Kollegen Marco Rubio in Washington erklärt, man sei grundsätzlich bereit für einen Einsatz in der für die weltweiten Lieferungen von Öl und Dünger wichtigen Straße von Hormus. Nun betonte er: "Die Voraussetzungen dafür, dass wir unsere Einheiten dort zum Einsatz bringen können, die müssen stimmen." Dazu gehöre das Sicherheitsumfeld. Dies betreffe den Iran und Oman.

Abschließend könne man die Sicherheitsfrage noch nicht einschätzen, fügte Wadephul hinzu. Diese sei Gegenstand von Gesprächen, die unter anderem aktuell in Doha in Katar geführt würden. Bei der Frage der Klärung der Voraussetzungen sei er sich mit Rubio einig gewesen. "Deswegen bin ich auch jetzt der Auffassung, dass wir diese Gespräche abwarten sollten."

Pistorius: Bundeswehr-Schiffe "werden nicht unendlich warten"

Pistorius hatte zuvor bei einer Pressekonferenz mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin erklärt, er wolle die beiden Schiffe der Bundeswehr, die für einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus ins afrikanische Dschibuti verlegt wurden, möglicherweise im Sommer wieder nach Hause holen. "Sie werden nicht unendlich warten", sagte Pistorius. Derzeit sei nicht absehbar, dass die Bedingungen für einen Militäreinsatz zur Sicherung des wichtigen Handelswegs bald erfüllt würden.

Die Bundesregierung hatte bereits vor Wochen das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" in die Region geschickt, um für einen Einsatz zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus bereitzustehen. Zu den Voraussetzungen zählen eine Vereinbarung über ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen, die Zustimmung der direkten Anrainer Iran und Oman und rechtliche Grundlagen, darunter die Zustimmung des Bundestags.

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