Wadephul trifft Rubio - nach US-Kritik um Entspannung bemüht 27.03.2026, 13:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Außenminister Johann Wadephul bemüht sich nach der US-Kritik gegen Deutschland und Europa wegen des Iran-Kriegs um eine Entspannung des Verhältnisses zu Washington. "Die Stimmung ist eine Arbeitsatmosphäre. Sie ist ernst, weil die Lage ernst ist", sagte der CDU-Politiker nach ersten Beratungen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio im Kreis der Außenminister der G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien in der Nähe von Paris. Da man sehe, "dass Iran und Russland auf das Engste zusammenarbeiten, da müssen wir noch enger zusammenstehen".

Die Runde hatte zuvor im Beisein von Rubio über die weitere Unterstützung der Ukraine gesprochen. Rubio war in der Nacht zum zweiten und letzten Tag des Treffens angereist. Zur "Gruppe der Sieben" gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.

Sein Interesse sei es bei dem G7-Treffen, angesichts des Iran-Kriegs dafür zu sorgen, die gemeinsame Basis zu verbreitern. Über den Iran-Krieg wollte die Runde am Nachmittag sprechen. Der Bundesaußenminister sagte, dass man es mittlerweile mit zwei Kriegen in der Ukraine und im Iran zu tun habe. Das sei "natürlich auch ganz automatisch eine Belastungssituation für unsere Wirtschaft, für unsere Gesellschaften, natürlich auch für unseren Zusammenhalt".

Gespräch von Wadephul mit Rubio am Rande von G7

In einem ersten bilateralen Gespräch mit Rubio am Rande der G7-Beratungen habe er verdeutlichen können, dass es "durchaus eine Bereitschaft Deutschlands gibt, nach Ende der Kampfhandlungen auch eine Rolle zu spielen, wenn es darum geht, die Sicherheit des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus sicherzustellen", sagte Wadephul. Den Austausch über dieses Thema werde man sicherlich vertiefen.

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland und europäischen Nato-Mitgliedern vorgeworfen, trotz entsprechender Bitten der USA in der für die globale Ölversorgung wichtigen Straße von Hormus untätig geblieben zu sein. Am Vortag hatte Trump kritisiert, als er die Spitze Deutschlands ("the head of Germany") habe sagen hören, dies sei nicht unser Krieg, habe er gesagt, "die Ukraine ist nicht unser Krieg, wir haben geholfen". Die Äußerung sei sehr unangemessen gewesen, fügte er mit Blick auf die deutsche Position hinzu.

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