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WDH/Grüne

'Einfach mal machen' zu wenig im Gesundheitsressort 24.07.2026, 06:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

(Im ersten Absatz wurde ein überflüssiges Wort entfernt.)

BERLIN (dpa-AFX) - Der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann soll Bundesgesundheitsminister werden - Grüne und Linke sehen dies mit Skepsis. Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sagte der "Augsburger Allgemeinen": "Entsteht der Eindruck, dass ausgerechnet für das Gesundheitsministerium weder gesundheitspolitische Erfahrung, ministerielle Führungserfahrung noch besondere medizinische Fachkenntnis entscheidend sind, beschädigt das Vertrauen - in einer Zeit, in der dieses Vertrauen ohnehin bereits grenzwertig strapaziert ist."

Die Herausforderungen im Gesundheitswesen seien gewaltig. "Sie brauchen kein Motto wie "Einfach mal machen", sondern Expertise, Empathie und den konsequenten Fokus auf die Menschen", betonte Dahmen mit Hinweis auf einen Ausspruch, den Linnemann immer wieder verwendet. Gleichwohl wünschte er Linnemann "Erfolg für diese verantwortungsvolle Aufgabe."

Lob von Lauterbach - Befürchtungen bei der Linken

Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wünschte dem CDU-Politiker ebenfalls viel Erfolg. Mit Linnemann könne "man gut arbeiten", schrieb der SPD-Politiker auf der Plattform X.

Ganz anders die Reaktion der Linken. "Linnemann ist ein sozialpolitischer Hardliner und das lässt Schlimmes befürchten", sagte der Linken-Gesundheitspolitiker Ates Gürpinar der "Rheinischen Post". "In Zeiten, in denen die Bundesregierung den Menschen im Land einen Tiefschlag nach dem anderen verpasst, wäre es kein gutes Zeichen, wenn jemand Minister wird, der bisher nur dadurch aufgefallen ist, nach unten zu treten - gerade in so einem wichtigen Bereich wie Gesundheit und Pflege", sagte Gürpinar.

FDP will Linnemann an früheren Äußerungen messen

FDP-Chef Wolfgang Kubicki schrieb auf X, Linnemann könne nun beweisen, dass er seinen Worten Taten folgen lasse: "Die Sozialbeiträge in Richtung 40 Prozent zu senken, bis zu 83 Krankenkassen abzuschaffen und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze nachzuverhandeln, sind große Ziele. Wir werden ihn daran erinnern", betonte Kubicki.

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