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Lindt senkt Preise einzelner Schokoladenprodukte 17.04.2026, 15:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Chocoladefabriken Lindt & Spruengli 107.094,40 CHF +5,93 % TTMzero RT
Mondelez International Registered (A) 48,65 EUR +0,39 % Baader Bank

(Fehlender Bindestrich im dritten Absatz ergänzt)

KILCHBERG (dpa-AFX) - Schokolade ist wegen niedrigerer Kakaopreise zuletzt wieder etwas günstiger geworden - vor allem bei Eigenmarken von Discountern und Supermärkten. Nun ziehen auch Markenhersteller nach. Der Schweizer Schokoladenkonzern Lindt & Sprüngli CH0010570759 senkt die Preise einzelner Produkte, wie er auf Nachfrage bestätigte.

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für 100-Gramm-Tafeln der Produktlinie Classics wurde demnach von 2,69 auf 2,19 Euro reduziert. Dazu zählen Sorten wie Vollmilch und Haselnuss. Weitere Preisanpassungen würden geprüft, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" darüber berichtet.

Auch im Weihnachtsgeschäft möchte Lindt & Sprüngli ausgewählte Preise senken. So soll die UVP für den 200-Gramm-Weihnachtsmann von 8,99 auf 7,99 Euro herabgesetzt werden. Wegen der langfristigen Einkaufsstrategie wirkten sich die niedrigen Kakaopreise nicht unmittelbar aus, heißt es. Das Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr infolge der Preiserhöhungen einen Absatzrückgang von 6,6 Prozent.

Schokoladenkekse von Bahlsen ebenfalls billiger

Auch einige Produkte des Süßwarenherstellers Bahlsen wie Schokoladenkekse sind jüngst günstiger geworden. Man wolle die gesunkenen Kakaopreise an Verbraucher weitergeben, teilte eine Sprecherin mit. Die endgültigen Verkaufspreise legten jedoch die Händler fest. Der Milka-Hersteller Mondelez US6092071058 äußerte sich auf Anfrage nicht dazu, ob Schokolade der Marke billiger werden könnte.

Die Lebensmitteleinzelhändler hatten Ende Januar bereits die Preise zahlreicher Eigenmarkenprodukte erstmals seit langem wieder gesenkt, in dieser Woche ein zweites Mal. Die Preise für eine 100-Gramm-Tafel liegen je nach Sorte nun zwischen 79 Cent und 1,19 Euro. Grund ist eine bessere Kakaoernte. Die Rohkakaopreise an den Börsen sind deshalb zuletzt stark gefallen.

In den vergangenen Jahren ist Schokolade deutlich teurer geworden. Ursache waren befürchtete Ernteausfälle in Westafrika infolge von Pflanzenkrankheiten und Extremwetter. Hersteller und Händler gaben die gestiegenen Rohstoffkosten an Kunden weiter. Laut Statistischem Bundesamt war eine Tafel Schokolade im März im Schnitt 71 Prozent teurer als 2020.

Umfrage: Jeder Zweite kauft weniger

Verbraucher konsumieren wegen der höheren Preise weniger Schokolade. Laut einer im Februar durchgeführten YouGov-Umfrage kauft jeder Zweite (52 Prozent) deutlich oder etwas weniger als vor zwei Jahren, 39 Prozent etwa gleich viel, 5 Prozent mehr.

Für die Hersteller hat das spürbare Folgen: Nach Angaben des Marktforschers NIQ sank die Zahl der verkauften Packungen bei Schokoladenwaren 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent, bei Weihnachtsschokolade sogar um 12 Prozent. Knapp drei Viertel der Ware wurde im Sonderangebot gekauft - mehr als im vorherigen Weihnachtsgeschäft.

Auch im Ostergeschäft wurden Schoko-Osterhasen zuletzt auffallend oft in der Aktion und deutlich unter dem Normalpreis angeboten. Trotz der gesunkenen Rohstoffpreise wurden die Preise der Produkte von Marken wie Lindt, Milka, Kinder und Ferrero erneut erhöht. Die Osterhasen aus Schokolade kosteten bis zu 29 Prozent mehr als vor Ostern 2025. Bereits im Vorjahr waren sie teurer geworden.

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