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Wegner drängt nach Cyberangriff auf mehr Sicherheit 08.09.2026, 15:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Das Datennetz der Berliner Verwaltung muss nach Überzeugung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner schnell besser vor Cyberattacken geschützt werden. "Wir werden nicht warten, bis eine neue Koalition gebildet ist, sondern wir werden alle personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen", sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl am 20. September nach der jüngsten Senatssitzung.

"Wir sind dabei, das Landesnetz zu härten. Hier haben wir aus der aktuellen Cyberattacke neue Erkenntnisse gewonnen." Zu der Hackerattacke auf die Berliner Verwaltung sagte Wegner: Oberste Priorität sei gewesen, den Angriff zu unterbinden. "Und wir können heute feststellen, so zumindest der aktuelle Sachstand, dass uns das gelungen ist", so der Regierende Bürgermeister.

Zum jetzigen Stand gebe es keine Hinweise darauf, dass das Landesnetz noch infiltriert sei. Der nach Bekanntwerden des Hackerangriffs eingesetzte Krisenstab, der sich um die Sicherheit des Landesnetzes kümmere, arbeite aber weiter.

Cyberattacken gebe es inzwischen tagtäglich. "Und bislang ist es uns gelungen, diese Angriffe immer abzuwehren", sagte Wegner. "Und jetzt ist einer durchgekommen, sehr, sehr professionell und mit einer sehr, sehr hohen kriminellen Energie."

Ermittlungen laufen weiter

Die Kriminellen aufzuspüren, sei Aufgabe von Staatsanwaltschaft, Landes- und Bundeskriminalamt. "Wann die Ermittlungen abgeschlossen sind, kann man heute leider noch nicht sagen", so Wegner. "Aber ich kann Ihnen sagen, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren." Das Landeskriminalamt habe eine besondere Aufbauorganisation (BAO) dazu eingesetzt.

Gleichzeitig werde weiterhin analysiert, welche Daten bei der Cyberattacke gestohlen wurden: "Wir sind dabei, sämtliche Systeme zu untersuchen, was genau abgeflossen ist, wer wie an welcher Stelle wo drauf war", sagte er.

Der Cyberangriff war am 14. August bekanntgeworden. Nach bisherigen Erkenntnissen flossen vom 7. bis zum 12. August Daten in großem Umfang ab. Die Hacker verlangten ein Lösegeld von 30 Bitcoin, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Nach Ablauf ihres Ultimatums am vergangenen Freitag veröffentlichten sie einen großen Teil der gestohlenen Daten im Darknet.

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