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Dax im Bann von Geopolitik, Berichtssaison und Notenbanken 24.10.2025, 15:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nahe seines Rekordhochs dürften in der neuen Woche neben der Geopolitik und der Berichtssaison auch Notenbanken die weitere Richtung des Dax bestimmen. Zum Oktober-Ausklang könnten die Weichen für eine mögliche Jahresendrally nochmals neu gestellt werden, wenn am Mittwoch die US-Notenbank Fed den Reigen eröffnet, der am Donnerstag von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan abgerundet wird.

Michael Krautzberger vom Vermögensverwalter Allianz Global Investors erwartet wie andere Experten auch, dass die Fed den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senken wird. Damit bleibe die Notenbank auf ihrem Kurs "vorsichtsbedingter Absicherungs-Zinssenkungen." DWS-Volkswirt Christian Scherrmann sieht die US-Währungshüter dabei "aufgrund des Verwaltungsstillstands quasi im Blindflug", weil viele längst fällige Wirtschaftsdaten noch ausstehen. Er glaubt, dass die Risiken für die Beschäftigung größer bleiben als die Inflationsrisiken. Am Freitag war der Anstieg der Verbraucherpreise in den USA im September geringer als von Ökonomen gedacht.

Von der EZB wird keine Zinssenkung erwartet. "Eine Adjustierung des geldpolitischen Kurses zur Oktober-Ratssitzung wäre eine faustdicke Überraschung", ist sich DZ-Bank-Experte Christian Reicherter sicher. Am Markt rankten sich die Spekulationen erst um eine mögliche weitere Zinssenkung im neuen Jahr. Bedeutung zukommen dürfte daher den Begleitaussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde. Reicherter erwartet, dass sie das von hoher Unsicherheit geprägte Umfeld hervorheben und einen nicht vorbestimmten Zinspfad betonen wird.

Kritisch im Fokus bleibt in der neuen Woche aber auch die Geopolitik: Während eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg außer Sichtweite bleibt, könnte sich in den kommenden Tagen in puncto Handelsstreit etwas tun. Gespräche mit Kanada hatte US-Präsident Donald Trump zwar am Freitag wieder abgebrochen und die Verhandlungen mit China kommen nicht so recht voran. Zwischen Trump und Chinas Staatspräsident Xi ist jedoch ein Treffen avisiert, das nach Einschätzung des Merck-Finck-Strategen Robert Greil "Potenzial für Kursschwankungen" mit sich bringt.

Helaba-Expertin Claudia Windt schrieb am Freitag, dass Anleger vor den geopolitischen Hintergründen eigentlich "in einen sicheren Hafen" wechseln müssten. Dass sie zuletzt aber mutig blieben, führt sie teils darauf zurück, dass von der Saison der Unternehmensberichte in den USA manch positive Einflüsse gekommen seien.

Im Wochenverlauf könnte die Berichtssaison der Fed sogar "die Show stehlen könnte", glauben ihre Kollegen von der Landesbank LBBW. Sie verwiesen vor allem auf Mittwoch, wenn mit Alphabet , Meta und Microsoft nach US-Börsenschluss die Resultate von gleich drei Technologieriesen veröffentlicht werden, gefolgt von Amazon und Apple am Donnerstag. Damit legen aus dem Kreis der wertvollsten US-Konzerne gleich fünf ihre Resultate vor.

Die LBBW-Fachleute vermuten, dass die Ergebnisse maßgeblichen Einfluss auf den restlichen Jahresverlauf haben werden. Hierzulande stehen in den kommenden Tagen außerdem die Quartalskennziffern von Adidas , Airbus , Mercedes-Benz , BASF , Volkswagen und der Deutschen Bank zur Veröffentlichung an.

Die Experten der LBBW werten es als ermutigend, dass mit dem Oktober eine schwierige Börsenphase zu Ende gehe. Statistisch gesehen sei in den bisherigen zehn Monaten die Grundlage für einen freundlichen Jahresausklang geschaffen worden. "Bei positiver Dax-Performance von Januar bis Oktober folgten in 20 von 24 Fällen weitere Kursgewinne bis zum Jahresende", schrieben sie am Freitag. Selbst wenn der Dax seinen aktuellen Gewinn nur halten würde, wäre dieses Börsenjahr sein bestes seit 2019./tih/edh/he

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