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ZF fertigt wichtige Komponenten für E-Autos weiter selbst 19.05.2026, 13:19 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Autozulieferer ZF baut auch künftig mit E-Motoren und Wechselrichtern Schlüsselkomponenten für die E-Mobilität selbst. Der Vorstand des Konzerns habe sich gegen externe Zukäufe entschieden und habe damit eine entsprechende Empfehlung einer Sonderprüfung bestätigt, teilte das Unternehmen aus Friedrichshafen am Bodensee mit. Die Prüfung sei der Frage nachgegangen, ob eine Eigenfertigung langfristig wettbewerbsfähig bleibt oder ein externer Zukauf wirtschaftlicher wäre.

Ausschlaggebend für die Entscheidung seien unter anderem die Sicherung wichtigen Know-hows gewesen. Aber auch eine geringere Abhängigkeit von externen Lieferanten bei Schlüsseltechnologien, die enge Verzahnung von Entwicklung und Produktion sowie eine bessere Gesamtwirtschaftlichkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

Die Pkw-Antriebssparte war zuletzt in die roten Zahlen gerutscht und befindet sich aktuell in der Restrukturierung. Um die Wettbewerbsfähigkeit der intern "E-Division" genannten Sparte wiederherzustellen, seien deutliche Einschnitte nötig, teilte ZF mit.

In den vergangenen Monaten seien bereits spürbare Kostenverbesserungen erzielt worden, hieß es laut Mitteilung. Dennoch seien zusätzliche strukturelle Maßnahmen notwendig, einschließlich einer Anpassung der Personalkapazitäten. Die Anpassungen sollten, wo immer möglich, sozialverträglich erfolgen. Genauere Angaben zur Größenordnung machte ZF in der Mitteilung nicht.

ZF tief in den roten Zahlen

ZF war im vergangenen Jahr vor allem wegen eines Sondereffekts beim Konzernumbau noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 2,1 Milliarden Euro. Schon 2024 hatte der Konzern rote Zahlen geschrieben. Damals betrug der Verlust knapp über eine Milliarde Euro. Der hoch verschuldete Konzern will den kommenden Jahren bis zu 14.000 Stellen in Deutschland abbauen. Ende 2025 beschäftigte ZF laut Mitteilung weltweit 153.153 Menschen, davon etwas mehr als 49.000 in Deutschland.

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