Zunehmend mehr Männer bekommen Witwerrente 09.12.2025, 06:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN (dpa-AFX) - Frauen profitieren häufiger von Hinterbliebenenrenten als Männer - aber in den vergangenen Jahren gibt es auch immer mehr Männer mit einer solchen Rente. Das geht aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen.

Demnach wird in Deutschland jährlich immer noch mehr als 350.000 Frauen und Männern nach dem Tod ihrer Ehepartner eine Witwen- oder Witwerrente bewilligt - trotz zunehmend eigenständiger sozialer Absicherung beider Ehepartner. Im Jahr 2024 waren es nach den jüngsten Daten rund 352.000, davon entfielen 266.000 auf Witwen und 86.000 auf Witwer, so die Deutschen Rentenversicherung.

"Der Tod des Ehe- oder Lebenspartners ist ein schwerer Schicksalsschlag", sagte der derzeitige Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund, Hans-Werner Veen, der dpa. "Damit zum persönlichen Verlust nicht auch noch Existenzängste kommen, zahlt die Deutsche Rentenversicherung an hinterbliebene Ehe- und Lebenspartner Renten."

Jede und jeder Fünfte mit Hinterbliebenenrente

Insgesamt erhalten demnach mehr als fünf Millionen Menschen eine Witwen- oder Witwerrente. Das sind rund 20 Prozent aller Rentenzahlungen. Etwa 898.000 Rentnerinnen und Rentner beziehen ausschließlich eine Witwen- oder Witwerrente, 4,1 Millionen sowohl eine Versicherten-, also etwa Altersrente, als auch eine Witwen- oder Witwerrente. Bei den Frauen sind es 3,5 Millionen, die zusätzlich zur eigenen Rente eine Witwenrente bekommen, bei den Männern 641.000.

Der Grundgedanke der Hinterbliebenenrente, wie sie offiziell heißt, ist der Ersatz des Unterhaltsanspruchs gegenüber dem Ehepartner, der bei dessen Tod entfällt. Die Hinterbliebenenrente steht grundsätzlich Frauen wie Männern gleichermaßen zu.

Anstieg bei den Männern

Während die Zahl der an Frauen ausgezahlten Hinterbliebenenrenten in den vergangenen 20 Jahren von etwa 5 Millionen auf gut 4,4 Millionen im Jahr 2024 zurückgegangen ist, stieg die Zahl der Witwerrenten im gleichen Zeitraum von 451.000 auf 753.000.

Frauen, deren Ehemann gestorben ist, bekamen zuletzt eine durchschnittliche Witwenrente von 793 Euro überwiesen. 2004 mussten Witwen noch mit durchschnittlich 555 Euro an Hinterbliebenenrente auskommen. Für Witwer stieg diese Rente zwischen 2004 und 2024 von durchschnittlich 228 auf 439 Euro.

Veen äußerte sich zu einer geplanten Sitzung der Vertreterversammlung der Rentenversicherung, wo er im Vorstand die Versicherten vertritt. Die Vertreterversammlung verabschiedet unter anderem den Haushalt der Deutschen Rentenversicherung Bund und ist damit für die Verwendung der Beitragsmittel verantwortlich./bw/DP/zb

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