PortfolioPlus
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige

Angriffe auf Geschäfte? Verbände fordern Polizeipräsenz 29.10.2026, 03:32 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Innenstadt Köln - Fußgängerzone
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Thomas Banneyer/dpa / Verbände fordern Polizeipräsenz für Proteste am Samstag

Wirtschaftsverbände haben in einem Brief an Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor negativen Auswirkungen der für Samstag angekündigten Protestaktionen auf Innenstädte und den Einzelhandel gewarnt. Eine aktuelle Lageeinschätzung zu den Protesten in Frankreich komme zu dem Ergebnis, dass auch hierzulande mit Betriebsstörungen durch Blockaden und Versammlungen gerechnet werden müsse, heißt es in dem nicht öffentlichen Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt.

Verfasser des in der vergangenen Woche versandten Briefs sind der Handelsverband Deutschland (HDE), der Immobilienwirtschaftsverband ZIA sowie der Handelsimmobilien-Wirtschaftsverband GCSP. Über den Brief hatte zuvor das Newsportal «Schuhkurier.de» berichtet.

Lageeinschätzung: Angriffe auf Geschäfte nicht auszuschließen

Gewaltbereite Akteure könnten versuchen, friedliche Proteste für eigene Zwecke zu instrumentalisieren, heißt es darin. «Besonders besorgniserregend ist die Einschätzung, dass Angriffe auf Gewerbebetriebe, insbesondere auf Einzelhandelsgeschäfte und Shopping-Center, durch Sachbeschädigungen, Vandalismus oder Plünderungen nicht ausgeschlossen werden können.»

Der Einzelhandel sei auf sichere und verlässliche Rahmenbedingungen
angewiesen, erklärten die Verfasser. «Gerade in hochfrequentierten Innenstadtlagen können Blockaden, gewaltsame Ausschreitungen oder Sachbeschädigungen erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen», schrieben sie.

Verbände fordern sichtbare Polizeipräsenz in Innenstädten

Der Innenminister solle sich unter anderem dafür einsetzen, dass insbesondere in stark frequentierten Innenstadtlagen sowie an Schwerpunkten des Einzelhandels eine «sichtbare und ausreichend dimensionierte Polizeipräsenz» gewährleistet werde. Auch sollten Blockaden, die die wirtschaftliche Betätigung unverhältnismäßig einschränkten, konsequent unterbunden werden. 

Der Einzelhandel erfülle eine zentrale Versorgungsfunktion und sei ein Anker lebendiger Innenstädte, betonten die Verbände. «Die Unternehmen erwarten deshalb zu Recht, dass der Staat die Wahrung der öffentlichen Sicherheit, die Durchsetzung geltenden Rechts sowie den Schutz von Beschäftigten, Kundinnen und Kunden und privatem Eigentum konsequent gewährleistet.»

Ministerium hat keine Erkenntnisse zu geplanten Ausschreitungen

Am Mittwoch hatte das Innenministerium erklärt, dass es vorerst keine konkreten Aufrufe zu Gewalt bei den Jugendprotesten sieht. Aktuell lägen keine weitergehenden Erkenntnisse zu geplanten gewalttätigen Ausschreitungen im Zusammenhang der Demonstrationen und Versammlungen vor, hatte ein Sprecher gesagt. Festzustellen sei aber, dass Teile der linksextremistischen Szene und vereinzelt Gruppierungen aus dem auslandsbezogenen Extremismus die Demonstrations-Aufrufe aufgriffen und sich an der Mobilisierung beteiligten.

Im Internet ruft die Initiative «Gen Z regelt» für Samstag zu Protesten auf. Vorgesehen sind demnach Aktionen in vorerst 32 Städten. Gewalt wird ausdrücklich abgelehnt.

Umsatzeinbußen in Frankreich: Kunden meiden Stadtzentren

In Frankreich beklagt der Einzelhandel wegen der Massenproteste mit schweren Ausschreitungen massive Einbußen. An den vergangenen beiden Samstagen sei der Umsatz in betroffenen Innenstädten um 80 Prozent eingebrochen, weil die Kundschaft die Stadtzentren meide, teilte die Handelskammer CCI France mit, wie der Sender France Info berichtete. Landesweit wurden demnach über 2.500 Geschäfte beschädigt.

«Französische Verhältnisse kann und will ich mir auf unseren Straßen und in unseren Innenstädten nicht vorstellen», erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth auf Anfrage der dpa. «Gewalttätige Ausschreitungen haben keinen Platz in unseren Stadtzentren.» Er gehe fest davon aus, dass Behörden und Polizei entsprechend gerüstet seien, falls es dann doch zu Eskalationen kommen sollte.

© dpa-infocom, dpa:261029-930-909638/1

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer