BMW

Es sieht nach Personalabbau aus 17.06.2026, 11:08 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Nach der deutlichen Gewinnwarnung vom Dienstagabend stehen die Zeichen bei BMW auf Jobabbau. Offiziell verweist der Konzern zwar auf eine Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung. Doch dass es bei der Zahl der Beschäftigten einen Rückgang geben wird, hatten die Münchner bereits in ihrer Prognose für das laufende Jahr bekanntgegeben. Und die nun angekündigten Maßnahmen deuten auf eine Beschleunigung. 

Es ist vor allem ein Absatz in der Gewinnwarnung, den man kaum anders lesen kann: «Neben den Belastungen im operativen Geschäft wird die BMW Group die
laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen. Deren Effekte werden in den Folgejahren sichtbar. Diese Maßnahmen belasten das Ergebnis einmalig im zweiten Halbjahr 2026.»

Einmalkosten, die später Geld sparen - das klingt nach Jobabbau. Bestätigen will man das auf Konzernseite nicht. «Weitere Themen werden – wie bei uns üblich – zunächst intern und mit den Arbeitnehmervertretern beraten.» Auch die Prognose zum Personalstand hat der Konzern am Dienstag ebenfalls nicht verändert. Die Formulierung im Geschäftsbericht - «leichter Rückgang» - bedeutet aber ein Minus von 1 bis 5 Prozent. Bei knapp 155.000 Mitarbeitern können das einige tausend sein.

Nicht nur kosmetische Maßnahmen

Darauf, dass es nicht um kosmetische Maßnahmen geht, deuten auch Aussagen des Konzerns in einem Kapitalmarkt-Call am Dienstag hin. Teilnehmerkreisen zufolge soll dabei klar geworden sein, dass die erwarteten Einmalbelastungen grob eine Milliarde Euro betragen werden. Allerdings ist nicht klar, wie viel davon in einen Jobabbau fließen würde. 

Schon 2025 war die Zahl der Beschäftigten bei BMW um rund 3.000 gesunken - vor allem in Deutschland und China. Auch bei einem Jobabbau im laufenden Jahr könnten diese beiden Länder am stärksten betroffen sein. Unter anderem, weil der Einbruch des Marktes in China der Haupttreiber für die Gewinnwarnung ist.

Die Nachrichten kommen rund einen Monat, nachdem bei BMW der neue Chef Milan Nedeljkovic das Ruder übernommen hat. Dass so kurz danach eine so deutliche Gewinnwarnung komme, sei «überraschend und zeigt, dass man vorher viel verpasst hat», sagt Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. «Mit Nedeljokovic geht die Mia-san-mia-Epoche bei BMW zu Ende - und ich glaube das ist überfällig. Ein wichtiges Problem bei BMW ist die große Variantenvielfalt, die viel Personal braucht. Ich glaube, hier müsste BMW einsparen - und insgesamt mehr Entwicklung in China machen. Hier können die Münchner von VW lernen.»

Gewinn wird deutlich sinken

BMW hatte am Dienstagabend seine Prognose für das laufende Jahr gekappt. Der Vorsteuergewinn soll nun deutlich sinken - das bedeutet um mindestens 10 Prozent, die Zahl der ausgelieferten Autos schrumpfen. Begründet wurde das mit der negativen Entwicklung des chinesischen Automarkts und den Auswirkungen des Krieges im Iran. In China sind die Autoabsatzzahlen eingebrochen, eine Entwicklung, die nicht nur BMW trifft. Nach jüngsten Daten des chinesischen Autoindustrieverbands CPCA sanken die Verkäufe zwischen Januar und Mai im Jahresvergleich um fast 20 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:260617-930-237039/1

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer