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Hitze und Dürre

Wird der kostbare weiße Trüffel knapp? 10.10.2026, 02:31 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Trockenheit und Hitze setzen auch dem kostbaren weißen Trüffel in Italien zu. In der Region um die norditalienische Stadt Alba im Piemont wie auch in Mittelitalien ist die bisherige Ausbeute zum Saisonstart enttäuschend: Nach einem heißen Sommer und einer langen Dürre gibt es wenig von dem begehrten «Tuber magnatum Pico», die Preise könnten steigen, wie Medien berichten.

Sie könnten etwa bei 500 Euro für 100 Gramm liegen, berichten unter anderem der Sender RaiNews und die Zeitung «La Stampa» zum Start der Trüffelsaison Anfang Oktober. Vom 10. Oktober bis zum 6. Dezember erwartet die Stadt Alba rund 600.000 Besucher zur Internationalen Trüffelmesse.

«Es ist allgemein in Italien schlecht, es war zu heiß», sagt der Handelsvermittler für Trüffel, Antonio Leo, der die Plattform tartufo.com betreibt. «Es ist erst Anfang der Saison. Ich empfehle keinen Kunden, jetzt zu kaufen», sagt Leo. «Der Preis ist jetzt hoch, aber er wird wieder sinken.» Es komme nun auf den Oktober und November an. 

Wenige und kleine Exemplare

Momentan seien nur wenige Exemplare des besonders wertvollen weißen Trüffels erhältlich, und diese seien klein, heißt es auch bei RaiNews. 

Die Trockenheit im Juli, August und September habe den Saisonstart beeinflusst, sagt Leo. «Alles verschiebt sich durch den Klimawandel.» Der Pilz werde in Mittelitalien inzwischen auch in höheren Lagen gefunden, wo er früher nicht wuchs. Mittelitalien sei das Hauptgebiet für den weißen Trüffel. 

«Die Prognosen lassen dieses Jahr wenig Raum für Optimismus. Die Sommerhitze und die anhaltende Dürre machen den Oktober schwierig», zitiert «La Stampa» auch Franco Canta, einen renommierten Trüffelsucher aus San Damiano d'Asti unweit von Alba. Seit Beginn der Suche am 1. Oktober seien die Vorzeichen alles andere als ermutigend. «Es findet sich kaum etwas.» 

Hoffen auf die Monate November und Dezember

Wie Handelsvermittler Leo sieht es auch Stelvio Casetta, Ehrenpräsident des Trüffelvereins Associazione Tartufai Albesi. «Ich glaube, wir werden nur sehr wenig finden», sagte er kürzlich der Zeitung «Gazzetta d'Alba». Er sieht aber für die Saison noch Chancen. «Wir wissen, dass der gesamte Oktober ein kritischer Monat sein wird. Und um qualitativ hochwertige Trüffel zu finden, müssen wir bis November und Dezember warten.»

Zum Preisniveau äußerte sich Casetta zurückhaltend. Für dieses Jahr sagte er nur: «Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Preise höher sein werden als im vergangenen Jahr.» 

Schutz der Trüffelbäume

Regen sei nun nötig, um die Saison zu retten, die voraussichtlich bis Ende Januar dauern werde, sagt Leo. Das Wasser könne helfen, schlechte Trüffel auszusortieren und die Entwicklung der guten zu fördern. 

Die Region Piemont beschäftigt sich inzwischen mit den Folgen des Klimawandels für den Trüffel und fördert die Erhaltung von Trüffelbäumen, an deren Wurzeln sich laut Leo aber nur schwarzer Trüffel züchten lässt.

© dpa-infocom, dpa:261010-930-818207/1

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