«Kalte Dusche»

US-Beschäftigung schrumpft überraschend 07.08.2026, 13:53 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt überraschend deutlich verschlechtert. Im Juli sank die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 23.000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt 80.000 neue Stellen erwartet. 

Zinserhöhung unwahrscheinlich? 

«Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend», kommentierte Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg die Daten. Mit den schwachen Arbeitsmarktdaten könnten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed wieder gedämpft werden, sagte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Analysten der Commerzbank sprachen von einer «kalten Dusche». 

An den Finanzmärkten hat sich die Spekulation auf eine Zinserhöhung nach der Veröffentlichung der Daten trotz der relativ hohen Inflation abgeschwächt. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins unverändert in der Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent gehalten. Für die geldpolitischen Entscheidungen in den USA spielt die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. 

Zudem hat sich der Arbeitsmarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt zuletzt deutlich schwächer entwickelt als bisher bekannt. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde um insgesamt 103.000 Stellen nach unten revidiert. Gesunken war die Beschäftigtenzahl zuletzt im Februar. 

Löhne nur schwach gestiegen 

Im Juli fiel die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt einen unveränderten Wert von 4,2 Prozent erwartet. Grund für die positive Entwicklung ist, dass sich viele Menschen vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben. Unter anderem hat die Politik von Präsident Donald Trump zu einer geringeren Zuwanderung in den US-Arbeitsmarkt geführt.

Angesichts der enttäuschenden Entwicklung bei der Beschäftigung sind die Löhne unerwartet schwach gestiegen. Zum Vormonat legten sie um 0,1 Prozent zu. Die Zuwächse bei den Stundenlöhnen fielen «äußerst bescheiden» aus, sagte Analyst Chlench. Auch im Jahresvergleich blieb das Lohnwachstum mit 3,2 Prozent hinter den Erwartungen zurück.

© dpa-infocom, dpa:260807-930-499001/1

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Exklusiv für BörsenNEWS.de User

Sichern Sie sich bis zum 31.08.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten Sie einen Anteil Ihrer Lieblingsaktie im Wert von 50 Euro.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer