Der Shakeout:
Silber hat genau das getan, was echte Bullenmärkte immer tun - es hat die Touristen abgeschüttelt
Anzeige
Lufthansa-Chef

Nehmen unsere Nazi-Geschichte an 04.02.2026, 08:00 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Lufthansa-Piloten trainieren auf der Ju 52
© Bernd Wüstneck/dpa / Die Ju 52 war Rückgrat der ersten Lufthansa in der NS-Zeit.

Der Lufthansa-Konzern hat sich zu seiner Verantwortung im Nationalsozialismus bekannt. «Die Lufthansa war ganz klar Teil des Systems», sagt Vorstandschef Carsten Spohr anlässlich der Gründung der ersten Lufthansa vor 100 Jahren. Dazu gehörten die zunächst geheime Aufrüstung als «heimliche Luftwaffe», die Integration in die Kriegswirtschaft der Nazis wie auch die bedenkenlose Ausbeutung von Zwangsarbeitern in Werkstätten und Rüstungsbetrieben.

«Die Lufthansa war ein Unternehmen des Nationalsozialismus», sagt der Göttinger Historiker Manfred Grieger, Mit-Autor einer neuen Unternehmensgeschichte. Diese Symbiose sei der Lufthansa mit dem Ende des Weltkriegs zum Verhängnis geworden. «Das Unternehmen ist vollständig untergegangen mit dem Regime, an das man sich gekettet hatte.»

Neue Firmengeschichte zum Jubiläum in Auftrag gegeben

Mit den 100-Jahr-Feierlichkeiten, die im April ihren Höhepunkt finden, nimmt der MDax-Konzern direkten Bezug auf die erste, 1926 gegründete Lufthansa. Das heutige Unternehmen beruft sich dabei explizit auf technische und fliegerische Traditionen. Juristisch hat der heutige Konzern nichts mit der Vorgängerin zu tun, sicherte sich aber aus der Liquidation nach dem Zweiten Weltkrieg die Rechte an Namen, Farbgebung und dem ikonischen Kranich-Symbol. 

Zum Jubiläum hat Lufthansa eine neue Firmengeschichte in Auftrag gegeben, die auch diesen Abschnitt kritisch beleuchtet. Das Buch der Historiker Hartmut Berghoff, Manfred Grieger und Jörg Lesczenski soll im März erscheinen. Auch eine Ausstellung im neuen Konferenz- und Besucherzentrum befasst sich unter anderem mit der Entwicklung in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland.

Einsatz von Zwangsarbeitern soll weiter erforscht werden

Dass die Geschichte nun vollständig in einem Werk dargestellt werde, sei das Besondere, erklärt Andrea Schneider-Braunberger von der beteiligten Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Bislang hätten nur acht Prozent aller Unternehmen, die schon während der NS-Zeit existierten, ihre Rolle professionell in einer eigenen Studie aufarbeiten lassen.

Lufthansa-Chef Spohr distanzierte sich von früheren Bemühungen, die Rolle des Unternehmens im Nationalsozialismus auszublenden und sich ausschließlich auf die Neugründung nach dem Weltkrieg zu berufen. Der offene Umgang und Transparenz zum Thema fänden großen Rückhalt in der Belegschaft. 

Lufthansa kündigte an, weitere Forschungen zum Einsatz der Zwangsarbeiter zu unterstützen. Es seien neue Quellen in polnischen und tschechischen Archiven entdeckt worden, die eine genauere Betrachtung der Opferschicksale erlaubten. An der Studie soll Grieger ebenfalls mitarbeiten.

© dpa-infocom, dpa:260204-930-639264/1

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer