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Mattel-Aktie stürzt ab - US-Weihnachtsverkauf unter Prognose 11.02.2026, 01:31 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

US-Spielzeughersteller Mattel
© Richard Drew/AP/dpa / Das US-Weihnachtsgeschäft lief für Mattel diesmal nicht so gut wie erwartet. (Archivbild)

Die Aktie des Spielzeugriesen Mattel hat nach einem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Weihnachtsgeschäft auf einen Schlag mehr als ein Viertel ihres Werts verloren. Der Kurs fiel im nachbörslichen US-Handel um rund 28 Prozent. Mattel gehören Marken wie Barbie und Hot Wheels.

Das Dezember-Geschäft in den USA habe zwar zugelegt, aber schwächer als von Mattel selbst erwartet, sagte Finanzchef Paul Ruh nach der Vorlage von Quartalszahlen. Er verwies unter anderem darauf, dass «preisbewusste» Verbraucher auf Schnäppchensuche gewesen seien und der Handel zögerlicher Lagerbestände aufgebaut habe. In dieser Situation habe Mattel zu Rabatten greifen müssen, was wiederum die Profitabilität gedrückt habe. Außerhalb der USA sei das Geschäft wie erwartet gelaufen, sagte Ruh.

Der Quartalsgewinn von Mattel fiel im Jahresvergleich um ein Viertel auf 106,2 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Dollar zu.

Keine Probleme für Rivalen Hasbro

In den USA wird seit Monaten darüber diskutiert, ob Verbraucher angesichts hoher Lebenshaltungskosten sparsamer beim Geldausgeben werden - und ob die von Präsident Donald Trump auf Importe verhängten Zölle dabei eine Rolle spielen.

Der Rivale Hasbro hatte allerdings keine Probleme in seinem Weihnachtsgeschäft, obwohl der Konzern zu Preiserhöhungen in den USA griff. Hasbro habe die Preise zunächst im Entertainment- und Sammlerartikel-Bereich angehoben, wo die Nachfrage traditionell robuster sei, sagte Firmenchef Chris Cocks dem «Wall Street Journal». In diesem Jahr seien die Aufschläge auf andere Kategorien ausgeweitet worden.

US-Preiserhöhungen durch Zölle

Spielzeuganbieter lassen traditionell viel in Asien produzieren. Bei Hasbro liege die Zollrate aktuell bei rund 24 Prozent, sagte Cocks. Hasbro und die Handelspartner schluckten zwar einen Teil davon, aber einige Kosten müssten dennoch an die Verbraucher weitergegeben werden. «Das ist einfach die Realität, wenn man in einer Welt mit Zöllen lebt», betonte der Hasbro-Chef.

Hasbro macht unter anderem Spielwaren mit Marvel- und Transformers-Figuren sowie Artikel von Peppa Pig. Im Weihnachtsquartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 31 Prozent auf gut 1,44 Milliarden Dollar. Unterm Strich verbuchte der Konzern einen Gewinn von 201,6 Millionen Dollar nach einem Minus von 34,3 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

© dpa-infocom, dpa:260211-930-669946/1

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