Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Spritpreise auf Rekordkurs

Debatte über Entlastungen 15.09.2026, 11:56 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Die weiter steigenden Spritpreise heizen die Debatte über Entlastungen an. Zuletzt stieg der Preis für einen Liter Super E10 auf durchschnittlich 2,286 Euro, Diesel kostete 2,412 Euro pro Liter - und ist damit nur noch wenige Cent von einem Rekordpreis entfernt.

Angesichts dieser Entwicklungen wird die Politik von allen Seiten zum Handeln gedrängt, um für Entlastungen zu sorgen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schlug deshalb vor, bestimmte Bevölkerungsgruppen gezielt über Direktzahlungen zu entlasten. Damit sind jedoch nicht alle einverstanden - auch nicht in Reiches eigener Partei. 

Zurück zum Tankrabatt?

CDU-Politiker Sebastian Steineke etwa forderte im Handelsblatt eine vorübergehende Absenkung der Energiesteuer auf «das europäische Mindestmaß». Außerdem sollte man die deutschen CO2-Preise überprüfen, so Steineke. «Wir müssen aufpassen, dass Klimaschutz nicht zu einer sozialen Überforderung führt», erklärte er. 

Bei der AfD geht man noch weiter und fordert eine dauerhafte Senkung der Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe. «Die AfD-Fraktion hat genau das in den Bundestag eingebracht: die Energiesteuer für Gas, Benzin und Diesel auf das EU-Minimum zu senken, die CO2-Steuer abzuschaffen und die Mehrwertsteuer zu reduzieren», sagte AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, dem «Handelsblatt».

Sahra Wagenknecht vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) forderte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mindestens eine Halbierung der Spritsteuern und erklärte: «Wir brauchen einen Spritpreis-Gipfel im Kanzleramt.»

Von Anfang Mai bis Ende Juni dieses Jahres war die Energiesteuer für Benzin und Diesel bereits einmal gesenkt worden. Der sogenannte Tankrabatt führte damals zu einer Preissenkung bei Benzin und Diesel von rund 17 Cent. Es ist jedoch umstritten, inwiefern die Preissenkung von den Energiekonzernen an die Verbraucher weitergegeben wurde. Den Bund kostete der Tankrabatt rund 1,6 Milliarden Euro. 

Warnungen vorm Griff in die Staatskasse 

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) warnte deswegen sogar vor staatlichen Entlastungen. «Es unterstützt Leute, die es nicht brauchen. Und am Ende fehlt es dann in den öffentlichen Kassen», kritisierte IfW-Konjunkturexperte Klaus-Jürgen Gern im Deutschlandfunk eine mögliche Neuauflage des Tankrabatts. 

Auch der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Andreas Audretsch will keine Neuauflage des Tankrabatts. «Ich will nicht einen einzigen Cent an diese Ölkonzerne geben, die gerade zulasten von uns allen sich die Taschen voll machen», sagte er bei RTL/ntv. Er forderte stattdessen eine Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß, um die Menschen finanziell zu entlasten.

Politiker und Gewerkschaften drängen zur Eile 

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf forderte die Einführung eines Spritpreisdeckels wie in Belgien oder Luxemburg, eine Übergewinnsteuer auf Krisengewinne der Ölkonzerne und mehr Preistransparenz.

Vor allem mahnte man in der SPD jedoch zur Eile: «Wir brauchen schnell Maßnahmen gegen die Abzocker-Spritpreise», sagte Klüsendorf dem Nachrichtenportal t-online. «Ich kann die Worte ‹keine Schnellschüsse› ehrlich gesagt nicht mehr hören. Überhaupt mal ein Schuss wäre schön», äußerte sich auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies.

Auch der Linken-Parteivorsitzende Luigi Pantisano sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, es sei entscheidend, dass jetzt nicht nur Versprechen gemacht würden, sondern tatsächlich etwas passiere.

© dpa-infocom, dpa:260915-930-688448/1

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer