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Staatliche Bad Bank FMS steigert Gewinn 25.03.2026, 10:29 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Eine Bad Bank produziert eine gute Nachricht: Die Aufräumung der Altlasten der Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) läuft entgegen der ursprünglichen Befürchtungen weiter profitabel, auch wenn die Gewinne nicht hoch sind. Im vergangenen Jahr hat die bundeseigene FMS Wertmanagement einen Nettogewinn von 40 Millionen Euro erzielt, 23 Millionen mehr als im Vorjahr. Das teilte das Staatsunternehmen in München mit.

Erfolgreiche Schrumpfung

Die Münchner Immobilienbank HRE war der größte Problemfall der Finanzkrise in Deutschland. Der Bund hatte das Unternehmen 2009 verstaatlicht, um noch größere Schäden zu verhindern. Den gesunden Teil des Portfolios übernahm die neu gegründete Deutsche Pfandbriefbank, die damals unverkäuflichen und ausfallgefährdeten Papiere die FMS. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Bad Bank wie vorgesehen: Das Portfolio ehemaliger HRE-Papiere wurde um weitere gut vier Milliarden auf nunmehr 36,6 Milliarden Euro verkleinert. Insgesamt sind laut FMS nun gut 80 Prozent der früheren HRE-Bestände verwertet, teils durch Verkäufe, teils weil die Papiere das Ende ihrer Laufzeit erreichten. Vorstandssprecher Christoph Müller und Finanzchefin Carola Falkner erwarten auch für dieses Jahr ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis.

FMS darf kein Neugeschäft machen

Die FMS hatte 2010 HRE-Altlasten im Wert von knapp 176 Milliarden Euro übernommen, der Bund hatte von Anfang an mit Verlusten gerechnet. Im vergangenen Jahrzehnt hatte FMS bei der Abwicklung jedoch zeitweise Jahresgewinne in dreistelliger Millionenhöhe erzielt. Diese Zeiten sind vorbei, doch arbeitet die FMS nach wie vor profitabel. Anders als eine normale Bank darf die FMS kein Neugeschäft machen, so dass das Unternehmen von Jahr zu Jahr kleiner wird.

Belegschaft wird stark verkleinert

Dementsprechend schrumpft auch die Belegschaft, Ende vergangenen Jahres waren noch 276 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der FMS Wertmanagement und ihrer Servicegesellschaft beschäftigt. Das waren nur noch halb so viele wie im Jahr 2014, als der Höchststand der Mitarbeiterzahl erreicht wurde, und bis Ende 2027 soll die Belegschaft noch einmal um vierzig Prozent verkleinert werden.

Die jetzt noch übrigen Papiere sind aber schwer verkäuflich, das Portfolio enthält laut FMS viele langlaufende Finanzierungen mit Fälligkeiten bis in die 2060er Jahre. Die meisten Risikopositionen sind demnach mit Derivaten abgesichert. Bei einem vorzeitigen Verkauf der Risikopositionen würde die Auflösung dieser Sicherungsgeschäfte hohe Verluste verursachen, heißt es in dem Bericht.

© dpa-infocom, dpa:260325-930-863756/1

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