Trumps droht Brics-Unterstützern mit zusätzlichen Zöllen 07.07.2025, 06:15 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Im Konflikt mit der Staatengruppe Brics droht US-Präsident Donald Trump mit weiteren Zöllen. «Jedes Land, das sich der antiamerikanischen Politik der BRICS anschließt, wird mit einem ZUSÄTZLICHEN Zollsatz von 10 % belastet», verkündete Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Die Brics-Staaten, zu denen auch Russland gehört, hatten am Sonntag in Rio de Janeiro die Zunahme einseitiger Zölle in der Handelspolitik kritisiert. 

Trump bekräftigte zudem seine Ankündigung, ab Montag Briefe zu Zöllen oder Abkommen mit verschiedenen Ländern zu verschicken. Der Versand soll demnach um 12.00 Uhr (Ortszeit) beginnen. Der Republikaner hatte zuvor von zwölf Briefen gesprochen. Ob auch EU-Staaten darunter sind, ist weiterhin unklar. Einzelheiten zu den Schreiben nannte er nicht.

Der Zeitpunkt ist passend: Denn in dieser Woche könnte ein möglicher Zoll-Deal zwischen der EU und den USA geschlossen werden. Denn am 9. Juli endet die von Trump gesetzte rund dreimonatige Verhandlungsfrist. Danach könnten – so frühere Aussagen von Trump – weitere Zölle auf EU-Einfuhren in Kraft treten, falls die EU in Handelsfragen nicht entgegenkommt. Zwischen beiden Seiten hatten in den vergangenen Wochen bereits Verhandlungen stattgefunden.

Trump drohte Brics-Staaten mit Zöllen von 100 Prozent

Trump hatte im April einen Basiszoll in Höhe von zehn Prozent auf fast alle Importe aus der EU eingeführt. Zusätzlich gelten Sonderzölle auf bestimmte Produkte, etwa auf Stahl- und Aluminium- sowie Autoimporte. Mit seiner Zollpolitik will Trump, dass mehr in den USA selbst produziert wird.

Die Abkürzung Brics steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder der Staatengruppe: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Anfang 2024 kamen der Iran, Ägypten, Äthiopien und die Vereinigte Arabische Emirate dazu. Trump hatte den Ländern des Bündnisses zu Jahresbeginn bereits mit Zöllen in Höhe von 100 Prozent gedroht, sollten sie sich vom US-Dollar als internationales Zahlungsmittel abwenden.

© dpa-infocom, dpa:250707-930-766442/1

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