Diese Auswirkungen auf die Glücksspielbranche haben Übernahmen und Fusionen auf die Aktienkurse 09.05.2023, 15:09 Uhr von EQS News Jetzt kommentieren: 0


EQS-Media / 09.05.2023 / 15:09 CET/CEST

Diese Auswirkungen auf die Glücksspielbranche haben Übernahmen und Fusionen auf die Aktienkurse

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Das Thema Online Glücksspiel ist in der Schweiz auf dem Höhepunkt angelangt. Immer mehr Menschen beschäftigen sich damit und auch wirtschaftlich spielen Glücksspielanbieter eine wichtige Rolle. Dieser Effekt zeigt sich jedoch nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa und in weiten Teilen der Welt. Einige Global Player haben sich im internationalen Markt platziert, immer wieder kommt es aber auch zu Fusionen und Übernahmen. Welche Auswirkungen dadurch möglich sind, haben wir genauer zusammengefasst.

Große Umsatzsteigerungen durch gewinnbringende Fusionen – mit Auswirkungen auf den Aktienmarkt

Schwankungen am Markt sind völlig normal und bringen die meisten Anleger nicht mehr aus der Ruhe. Kommt es zu plötzlichen Fusionen zweier starker Unternehmen, hat das aber oft emotionale Auswirkungen. Die Hoffnung geht dahin, dass sich durch die Verschmelzung eine Umsatzerhöhung und damit ein Anstieg der Aktienwerte ergibt. Ähnlich funktioniert es bei Übernahmen.

Eine der größten Übernahmen der letzten Jahre war der Kauf von NetEnt durch die Evolution Group. Auf der Seite der NetEnt-Kunden bestand große Sorge, nachdem die Übernahme schließlich bekannt wurde. Lange Zeit war unklar, ob das geplante Geschäft wirklich durchgezogen wird, schließlich war der Deal dann aber unter Dach und Fach.

Für die Belegschaft von NetEnt keine gute Nachricht, denn Evolution entließ im ersten Schritt die Mitarbeiter der maltesischen Firma. Von rund 325 Mitarbeitern mussten 300 das Handtuch werfen und gehen. Und wie sah es an der Börse aus? Hier durften sich beide Aktien über einen Zuwachs freuen. Evolution Gaming erreichte in den ersten Wochen nach der Übernahme einen Wertzuwachs von rund 20 % und auch NetEnt konnte zumindest verdoppeln.

Durch Fusionen erhöht sich die Marktmacht – immer mehr Global Player am Markt

Am Beispiel des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrags zeigt sich, dass immer mehr Länder den Glücksspielmarkt regulieren. Das bedeutet einerseits zwar Einschränkungen, bringt andererseits aber auch Möglichkeiten für ausländische Anbieter. Namhafte Größen mit ausländischer Lizenz haben die Option, sich um eine deutsche Konzession zu bewerben. Dadurch ist es zwar oft nötig, das Angebot anzupassen, das hat aber auch Vorteile. Legales Glücksspiel zieht mehr Kunden an und kann damit dazu beitragen, die Umsätze zu erhöhen.

Schließen sich nun zwei starke Unternehmen zusammen, beispielsweise aus dem In- und Ausland, können sie damit ihre Vormachtstellung ausbauen. Gemeinsame Ressourcennutzung hilft dabei, die Marktposition zu stärken und besser gegen Wettbewerber zu bestehen.

Hier muss allerdings beachtet werden, dass Fusionen auch zur regulatorischen Herausforderung werden können, insbesondere auf Vergleichsportalen im Online Glücksspiel Bereich, was in der Schweiz, aber auch in anderen Ländern der Fall ist. Entspricht ein Unternehmen beispielsweise den Voraussetzungen eines Marktes und der Fusionspartner nicht, könnte ein regulierter Markt wegbrechen. Das kann an der Börse zu Turbulenzen inklusive Einbrüchen führen. Denkbar ist auch, dass ein Teil des fusionierten Anbieters gegen die Rechtsvorschriften eines Landes verstößt und somit Sanktionen oder Bußgelder auf sich zieht. Um das zu vermeiden, prüfen fusionierende Unternehmen schon im Vorfeld, welche Märkte sie bedienen und welche Herausforderungen das mit sich bringt.

Bei Evolution Gaming und NetEnt beispielsweise handelte es sich um zwei schwedische Unternehmen, die am gleichen Markt operiert hatten. Evolution Gaming konnte sich als Marktführer absetzen, dicht gefolgt von NetEnt. Die Fusion brachte keine neuen Rechtsprobleme mit sich und konnte damit als voller Erfolg (auch an der Börse) bezeichnet werden.

Der Glücksspielmarkt in der Konsolidierung – starke Wettbewerbsfähigkeit

In den letzten Jahren gab es vielfältige Veränderungen in der Glücksspielbranche. Eine zunehmende Konsolidierung und die Übernahme kleiner Unternehmen durch große Marktführer konnten die Position der Big Player stabilisieren. Indem weniger Unternehmen um die vorhandenen Marktanteile konkurrieren, bleibt die Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Je stärker die Position am Markt, desto besser die Einflüsse auf den Aktienmarkt.

Permanentes Wachstum zieht wiederum mehr Investoren an, sodass eine langfristige Win-Win-Situation entsteht.

Oft sind es auch Fusionen, die der Schwerpunktverschiebung dienen. Übernimmt beispielsweise ein Anbieter landbasierter Glücksspiele ein digitales Angebot, kann er sein Portfolio erweitern. Dadurch wird eine breitere Zielgruppe angesprochen. Kommt es dadurch zu mehr Umsätzen, lässt sich die Position an der Börse stärken und der Kurs kann steigen.

Deals sind keine Seltenheit – die Glücksspielbranche ist im stetigen Wandel

Ein Blick auf die Bruttospielerträge der kommenden Jahre zeigt, dass trotz Regulierungen mit ständigem Wachstum gerechnet wird. Doch während viele Menschen erst in den letzten Monaten Wind von der legalen iGaming-Branche bekommen haben, beschäftigen sich Aktienfans schon lange mit dem Thema. Einer der Gründe könnte sein, dass es in den letzten Jahren immer wieder gigantische Fusionen gab, die in der Wirtschaft von sich reden machten.

Einer der großen Mega-Deals war beispielsweise der Kauf von Westspiel durch die Gauselmann-Gruppe. Auch wenn es bis heute keine genauen Angaben über den Kaufpreis gibt, sollen die zur Privatisierung bereitstehenden Westspiel-Casinos einen Wert von mindestens 2,2 Milliarden Euro mitgebracht haben. Interessant dabei: Gauselmann ist kein börsennotiertes Unternehmen und trotzdem hat der Kauf für Aufmerksamkeit gesorgt. Es zeigt, wie stark die Macht der größten Konzerne sind und welche Möglichkeiten Fusionen mit sich bringen.

Wie wertvoll solche Übernahmen sein können, zeigt sich auch an der Begehrtheit einiger Unternehmen. So bemühten sich 2022 gleich mehrere Konzerne darum, den Glücksspielanbieter Entain zu kaufen. Seitens DraftKings und MGM Entertainment wurden Milliardensummen angeboten, um die Übernahme des Konzerns in die Wege zu leiten. Zu Entain gehört unter anderem der global bekannte Wettanbieter bwin. Bei einem Preisangebot von 11,1 Milliarden Dollar lehnte Entain allerdings strikt ab, dieses Unternehmen kennt seinen Wert.

Käme es in der Zukunft zu einer Übernahme seitens MGM Entertainment, wäre mit einem Beben an der Börse zu rechnen. Stand Anfang 2023 fokussiert Entain aber derzeit keinen Verkauf, sondern zieht sich geordnet von einigen regulierten Märkten zurück. Zu groß scheint das Risiko, Klagewellen durch enttäuschte Spieler überwinden zu müssen. Wie hoch das Interesse an einer Übernahme nach dem Rückzug noch ist, bleibt abzuwarten.

Fazit: Übernahmen und Fusionen sorgen für Turbulenzen an der Börse

Wenn zwei große Unternehmen zu einem verschmelzen, gibt das immer Turbulenzen. Die Glücksspielbranche hat in den letzten Jahren weltweit mit entsprechenden Synergien Aufmerksamkeit generiert. Vor allem kleinere Unternehmen werden regelmäßig von den Marktführern geschluckt. Die sicher sich damit ihre permanente Expansion und sorgen dafür, dass die eigenen Wertpapiere an der Börse steigen. Unternehmen wie Gauselmann haben Seltenheitswert, die meisten Glücksspielbetriebe sind heute an der Börse gelistet. Für Anleger in spannendes Feld allerdings ist in dieser Branche permanent mit Fusionen und Übernahmen zu rechnen.



Emittent/Herausgeber: United Newswire
Schlagwort(e): Unternehmen

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