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Entwicklung bei FRIWO im ersten Halbjahr von herausforderndem Umfeld geprägt - spürbar verbesserte Auftragslage stimmt zuversichtlich 13.08.2026, 08:30 Uhr von EQS News Jetzt kommentieren: 0

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EQS-News: FRIWO AG / Schlagwort(e): Halbjahresbericht
Entwicklung bei FRIWO im ersten Halbjahr von herausforderndem Umfeld geprägt - spürbar verbesserte Auftragslage stimmt zuversichtlich

13.08.2026 / 08:30 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Entwicklung bei FRIWO im ersten Halbjahr von herausforderndem Umfeld geprägt - spürbar verbesserte Auftragslage stimmt zuversichtlich

  • Konzernumsatz sinkt zum Halbjahr auf 27,0 Mio. Euro – EBIT bei -2,6 Mio. Euro
  • Auftragseingang und -bestand steigen deutlich an – Book-to-Bill-Ratio bei 1,6
  • Gesamtjahresziel beim Umsatz auf rund 60 Mio. Euro gesenkt, bereinigtes EBIT im niedrigen einstelligen negativen Mio. Euro-Bereich erwartet

Ostbevern, 13. August 2026 – FRIWO – ein international agierender Anbieter von Stromversorgungen und Ladetechnik – ist im ersten Halbjahr 2026 vor dem Hintergrund der schwachen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in Deutschland, hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben, konnte im zweiten Quartal jedoch mit einem deutlichen Anstieg von Auftragseingang und Auftragsbestand ein positives Signal setzen. Der Konzernumsatz sank auf 27,0 Mio. Euro nach 40,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wobei im Vorjahreswert noch Erlöse aus dem veräußerten Hutschienengeschäft in Höhe von 7,1 Mio. Euro enthalten waren. Die anhaltend verhaltene Nachfrage betrifft insbesondere die Geschäftsfelder E-Mobility, Transportation & Logistics und Specialized Tools & Equipment. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf -2,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro) und spiegelt im Wesentlichen den Umsatzrückgang sowie die geringere Auslastung wider. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT (EBIT adjusted) lag bei -2,5 Mio. Euro nach -1,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum; die Bereinigungen betreffen im Wesentlichen unrealisierte Währungseffekte. Das Konzernergebnis lag bei -2,9 Mio. Euro; im Vorjahreszeitraum hatte das vergleichbare Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten -1,2 Mio. Euro betragen.

Auftragslage zieht spürbar an

Dagegen entwickelte sich der Auftragseingang des FRIWO-Konzerns im ersten Halbjahr 2026 trotz des herausfordernden Marktumfelds erfreulich. Mit 44,9 Mio. Euro wurde nahezu das Vorjahresniveau von 46,8 Mio. Euro erreicht. Dieser Vorjahreswert umfasste noch Auftragseingänge aus inzwischen aufgegebenen Geschäftsaktivitäten in Höhe von 10,4 Mio. Euro. Bereinigt um diesen Effekt zeigt sich die Nachfrage nach den Kernprodukten des Konzerns stabil bis steigend. Wesentliche Impulse kamen dabei aus den Geschäftsfeldern Medical & Healthcare Solutions sowie Lifestyle Solutions. Insbesondere im Bereich Medical & Healthcare Solutions profitierte FRIWO von langfristigen Mengenkontrakten, die das Vertrauen der Kunden in FRIWO belegen und zu einem deutlichen Anstieg des Auftragseingangs beitrugen. Die Gewinnung solcher langfristigen Kundenverträge ist ein zentraler Bestandteil der Konzernstrategie, um Planbarkeit und nachhaltiges Wachstum zu stärken. Darüber hinaus konnten neue Kunden und Projekte gewonnen werden. Die Book-to-Bill-Ratio (Auftragseingang zum Umsatz) legte auf 1,6 zu – ein klares Signal für eine Belebung des Geschäfts. Der Auftragsbestand des Konzerns belief sich zum Berichtsstichtag auf 48,5 Mio. Euro und lag damit um 15,4 % über dem Vorjahreswert von 42,0 Mio. Euro.

„Obwohl sich das erste Halbjahr 2026 konjunkturbedingt verhalten entwickelt hat, freut es uns, dass FRIWO im zweiten Quartal eine spürbare Belebung beim Auftragseingang verzeichnen und den Auftragsbestand erhöhen konnte. Das ist ein klares Signal, dass unsere Innovations- und Vertriebsanstrengungen greifen. Da dies in großen Teilen auch eine zunehmende Nachfrage in neu erschlossene Absatzmärkte umfasst, sehen wir für den FRIWO-Konzern ab 2027 zunehmend positive Impulse“, kommentiert Dominik Woeffen, Vorstand der FRIWO AG. Seine Vorstandskollegin Ina Klassen ergänzt: „Trotz des herausfordernden Marktumfelds verfügt FRIWO weiterhin über eine grundsolide finanzielle Basis mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 30 %. Im ersten Halbjahr haben wir daher gezielt in den Ausbau lokaler Finanzierungsstrukturen investiert, um flexibel auf den erwarteten Anlauf neuer Kundenprojekte reagieren zu können.“

Eigenkapitalquote bei soliden 30,8 % – Nettoverschuldung planmäßig gestiegen

Die Bilanzsumme der FRIWO AG lag zum 30. Juni 2026 bei 39,9 Mio. Euro (Ende 2025: 42,4 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 30,8 % (Ende 2025: 35,6 %), das Eigenkapital lag bei 12,3 Mio. Euro (Ende 2025: 15,1 Mio. Euro). Die Nettoverschuldung stieg planmäßig von 1,9 Mio. Euro Ende 2025 auf 3,3 Mio. Euro zum 30. Juni 2026, unter anderem infolge der Aufnahme einer Kreditlinie am vietnamesischen Standort zur Finanzierung des geplanten Wachstums. Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich zum 30. Juni 2026 auf 805 (Jahresende 2025: 866); rund 90 % der Belegschaft sind an den vietnamesischen Standorten tätig.

Prognose für 2026 angepasst – Belebung durch neue Kundenprojekte ab 2027 erwartet

Das Marktumfeld in den für FRIWO wesentlichen Absatzmärkten bleibt weiterhin herausfordernd. Die eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen und die erfreuliche Auftragsentwicklung werden zwar zu einer Belebung der Geschäftstätigkeit im zweiten Halbjahr führen. Aufgrund der angespannten geopolitischen Rahmenbedingungen, einer damit verbundenen Materialverknappung sowie längerer Vorlaufzeiten entlang der Lieferkette verzögern sich jedoch die Auslieferung und Realisierung von Aufträgen bzw. Umsätzen sowie die Markteinführung neuer Produkte teilweise in das Geschäftsjahr 2027. Die ursprünglich erwarteten Aufholeffekte im zweiten Halbjahr können deshalb nicht mehr vollständig realisiert werden. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand wie am 31. Juli 2026 kommuniziert nunmehr mit einem Gesamtjahresumsatz von rund 60 Mio. Euro. Die von FRIWO eingeleiteten Maßnahmen zur Kosteneffizienz greifen planmäßig. Dennoch führen die für das Gesamtjahr genannten fehlenden Umsätze auch zu einer Anpassung der Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2026. Statt dem bislang prognostizierten leicht positiven, um Sondereffekte bereinigten Konzern-EBIT (EBIT adjusted) wird nun mit einem EBIT-Verlust im niedrigen einstelligen Mio.-Euro-Bereich gerechnet.

Dennoch blickt der Vorstand angesichts spürbar anziehender Aufträge zuversichtlich in die Zukunft ab 2027.

Kapitalmarktpräsenz künftig kosteneffizienter aufgestellt

Vorstand und Aufsichtsrat haben Ende Juli die Einleitung des Wechsels der Börsennotierung vom General Standard in das Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse beschlossen. Mit dem Segmentwechsel sollen die laufenden Kosten und administrativen Anforderungen der Börsennotierung reduziert werden. Gleichzeitig bleibt FRIWO an einem qualifizierten Börsensegment und bietet Investoren weiterhin einen geregelten Kapitalmarktzugang und eine anhaltend hohe Informationstransparenz.

Weitere Informationen zum Unternehmen sowie den Halbjahresbericht 2026 finden Sie auf den Investor-Relations-Seiten von FRIWO unter: www.friwo.com/de/about/investor-relations/

Kontakt Investor Relations und Medien

FRIWO AG
Vivian Hage 
+49 (0) 2532 81 0
ir@friwo.com    

Peter Dietz
+49 (0) 69 97 12 47 33
dietz@gfd-finanzkommunikation.de



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Unternehmen: FRIWO AG
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48346 Ostbevern
Deutschland
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WKN: 620110
Börsen: Regulierter Markt in Düsseldorf, Frankfurt (General Standard), Tradegate BSX; Freiverkehr in Hamburg, München, Stuttgart
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