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Ergebnisse der Studie „Who owns the German DAX?“: Volatiles Börsenjahr 2025 – passive Investoren treiben den DAX 29.06.2026, 15:00 Uhr von EQS News Jetzt kommentieren: 0

EQS-News: DIRK - Deutscher Investor Relations Verband / Schlagwort(e): Studie
Ergebnisse der Studie „Who owns the German DAX?“: Volatiles Börsenjahr 2025 – passive Investoren treiben den DAX

29.06.2026 / 15:00 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Pressemitteilung

Ergebnisse der Studie „Who owns the German DAX?“: Volatiles Börsenjahr 2025 – passive Investoren treiben den DAX

Frankfurt, 29. Juni 2026 – Volatilität, Konjunktursorgen und Druck auf zyklische Branchen haben das Börsenjahr 2025 geprägt. Dennoch legte der DAX um mehr als 23 % zu. Viele Anleger reagierten auf das unsichere Marktumfeld mit einem klaren Strategiewechsel: Statt auf einzelne Titel zu setzen, bevorzugten sie zunehmend breit diversifizierte Anlageformen.

In der mittlerweile 13. Ausgabe der gemeinsamen Marktstudie „Who owns the German DAX?“ von S&P Global Market Intelligence und dem DIRK – Deutscher Investor Relations Verband e.V. zeigen sich die Folgen dieses volatilen Börsenjahres deutlich in der Aktionärsstruktur des deutschen Leitindex. Der Anteil der Indexinvestoren stieg 2025 von 25,0 % auf 27,5 %. Damit wurden die Kapitalzuflüsse in den DAX erstmals vor allem von ETFs und Indexfonds getragen, während im Vorjahr noch aktive Fonds die wichtigsten Käufer waren.

Besonders ausgeprägt war diese Entwicklung in Nordamerika, wo passive Investments deutlich zulegten. Gleichzeitig erweitern auch traditionelle Vermögensverwalter wie DWS, Amundi oder BNP Paribas ihr Angebot an indexbasierten Produkten und ETFs. Die Studie zeigt damit einen strukturellen Wandel: Passive Strategien gewinnen im DAX weiter an Einfluss und verändern die Investorenlandschaft nachhaltig.

Die Ergebnisse der dreizehnten Ausgabe der Studie im Detail:

  • Der Anteil institutioneller Investoren steigt 2025 auf 60,2 %, begleitet von einer weiteren Zunahme des Streubesitzes.
  • Passive Strategien gewinnen weiter an Bedeutung: Der Anteil der Indexinvestoren erhöht sich auf 27,5 % und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Mittelzuflüsse in den DAX dar.
  • Nordamerika bleibt mit 41,9 % die größte Investorengruppe, wobei sich innerhalb der Region Verschiebungen zwischen aktiven und passiven Strategien zeigen.
  • Kontinentaleuropäische Investoren treten insgesamt seltener als strukturelle Nettokäufer auf und steuern ihre Positionierungen vor allem über taktische Anpassungen aktiv verwalteter Portfolios. Britische Investoren bauen selektiv Positionen aus und bleiben dabei überwiegend aktiv ausgerichtet.
  • Der DAX bleibt bei Privatanlegern gefragt: Ihr Anteil steigt um ca. 10 % auf 15,7 %.
  • Die zunehmende Bedeutung passiver Investoren verändert die Anforderungen an die Investor Relations-Arbeit und macht ein tieferes Verständnis der Aktionärsstruktur erforderlich.

Besonders sichtbar wird der Trend bei den größten Asset Managern. Während BlackRock, Vanguard und State Street ihre Positionen über indexorientierte Strategien weiter ausbauen, passen aktive Investoren wie Capital Group, Fidelity (FMR), GQG und Dodge & Cox ihre Engagements gezielt an. BlackRock bleibt mit einem verwalteten Anteil von 6,1 % am DAX-Streubesitz größter Investor und erhöhte sein Engagement 2025 vor allem durch Zuflüsse in ETF-Portfolios. Gleichzeitig bauen auch Hedgefonds ihre Präsenz im DAX weiter aus und gewinnen sowohl über Direktbeteiligungen als auch über derivative Positionierungen an Bedeutung.

Die aktuellen Studienergebnisse ordnet Kay Bommer, Geschäftsführer des DIRK – Deutscher Investor Relations Verband, wie folgt ein: „Die zunehmende Volatilität an den Märkten verändert das Anlageverhalten vieler Investoren. Statt auf einzelne Titel zu setzen, setzen Anleger verstärkt auf ETFs und Indexfonds – mit spürbaren Auswirkungen auf die Aktionärsstruktur des DAX. Der wachsende Einfluss passiver Investoren gehört zu den wichtigsten Entwicklungen am deutschen Kapitalmarkt und stellt auch Investor Relations vor neue Herausforderungen. Wer seine Investorenbasis verstehen und gezielt ansprechen will, muss die Dynamik zwischen aktiven und passiven Kapitalströmen heute deutlich stärker berücksichtigen.“

Die Marktstudie „Who owns the German DAX? – 13. Ausgabe“ finden Sie hier zum Download: https://view.highspot.com/viewer/b0353ef7a343da633a818bfeba386730#1

 

Für weitere Informationen:

DIRK – Deutscher Investor Relations Verband   

Hannes Bauschatz      

Reuterweg 81        

60323 Frankfurt       

T. +49 (0)69.9590 9490      

hbauschatz@dirk.org

www.dirk.org

 

Über den DIRK:

Der DIRK – Deutscher Investor Relations Verband ist der größte europäische Fachverband für die Verbindung von Unternehmen und Kapitalmärkten. Wir geben Investor Relations (IR) eine Stimme und repräsentieren rund 90 % des börsengelisteten Kapitals in Deutschland. Als unabhängiger Kompetenzträger optimieren wir den Dialog zwischen Emittenten, Kapitalgebern sowie den relevanten Intermediären und setzen hierfür professionelle Qualitätsstandards. Unsere Mitglieder erhalten von uns fachliche Unterstützung, praxisnahes Wissen sowie Zugang zu Netzwerken und IR-Professionals aus aller Welt. Zugleich fördern wir den Berufsstand Investor Relations und bieten umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung.



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